Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Grüne halten am Steinmetzpark in Himmelpforten fest

In dem kleinen Park neben dem Steinmetzhaus lebt die Waldohreule sowie zahlreiche Feldermäuse
am. Himmelpforten. Bis Mittwoch hatten Verbände und Privatpersonen Zeit, sich bei der frühzeitigen Bürgerbeteiligung zu dem Bebauungsplan des Einkaufszentrums in Himmelpforten (das WOCHENBLATT berichtete) zu äußern. Der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Himmelpforten kritisiert vor allem die ihrer Meinung nach unnötige Größe des Supermarktkomplexes, der mit den eingeplanten Parkplätzen den Steinmetzpark verschlingen und damit den Lebensraum der Waldohreule und von Fledermäusen zerstören würde.
Um den Steinmetzpark für die Bebauung nutzen zu können, müsse eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden, sagt Grünenratsfrau im Gemeinderat Himmelpforten, Ursula Männich-Polenz. "Dafür muss die Gemeinde gute Argumente vorweisen und zeigen, dass der Bebauungsplan alternativlos ist".
Die Grünen sind aber durchaus der Meinung, dass es andere Möglichkeiten für die Unterbringung der geplanten Märkte gibt. Sie schlagen beispielsweise einen kleineren Supermarktkomplex mit einem Vollsortimenter und einem Discounter in der Bahnhofstraße vor. Eine Drogerie könnte neben der Supermarktkette Sky gebaut werden und würde so auch diesen Standort aufwerten, so der Vorschlag.
Neben dem BUND formulierten auch Männich-Polenz offizielle Einwände gegen die aktuelle Planung. Wie der BUND fordert auch sie darin unter anderem ein botanisches Gutachten in den Genehmigungsprozess einzubeziehen. "Es bleibt abzuwarten, welche Pflanzen im Laufe des Jahres noch auftauchen", so die Ratsfrau. Damit würde sich das Verfahren in die Länge ziehen. Zudem fordern die Grünen, die Durchfahrt zwischen dem Steinmetzpark und der Kirche nicht zu genehmigen. "Da sich die Eule vor allem dort aufhält würde der Verkehr ziemlich sicher zur Vergrämung der Tiere führen", so Peter Wortmann.
Die Ökofront macht weiter mobil. "Wir werden das Verfahren beobachten und nicht leise sein", sagt Männich-Polenz.
Weitere Infos www.rettet-den-steinmetzpark.de.