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Historische Orgel in der St. Martin Kirche Oldendorf wurde überarbeitet

Kristina Burdorf und Stefan Meier sind stolz auf die überarbeitete Orgel (Foto: am)
am. Oldendorf. Man sieht es ihr gleich auf den ersten Blick an. Die Orgel in der St. Martin Kirche in Oldendorf hat eine Schönheits- und Erneuerungskur, eine sogenannte Revision, bekommen. Orgelbauer Jens Steinhoff reiste dafür extra aus Baden-Württemberg an. Nach rund 14 Tagen Arbeit übernahm Kreisküster Martin Böker am vergangenen Montag die Endabnahme. Insgesamt 26.000 Euro hat die Erneuerung gekostet.
Nachdem Jens Steinhoff jede einzelne Pfeife ausgebaut, gereinigt, auf Beulen und Dellen überprüft und poliert hatte, kamen die restlichen Teile an die Reihe. Das Gehäuse wurde gesaugt, gefegt und schließlich mit Druckluft ausgeblasen. Zudem wurde ein Schalldämpfer im Luftstrom eingebaut. Auch kleine Reparaturen, etwa an den Zügen der Pedale, führte der Orgelbauer durch. Zum Schluss musste jede einzelne Pfeife und das gesamte Register gestimmt werden.
Gebaut wurde das Instrument 1730 von Erasmus Bielfeldt und Dietrich Christoph Gloger. Die Orgel hat knapp 1.000 Pfeifen, zwei Manuale und einen Zimbelstern, ein automatisches Glockenspiel, das nur zu Weihnachten zu "Oh, du Fröhliche" gespielt wird. 1981 baute Rudolf Jahnke das historische Gehäuse um. Damals wurden alle Pfeifen ausgewechselt. Jetzt beschäftigt sich zum dritten Mal ein Orgelbauer mit dem historischen Instrument.
"Wir sind sehr glücklich, dass wir die Revision beendet haben", sagt Kristina Burdorf, Vorsitzende des Kirchenvorstandes. Man habe die Orgelrevision lange Zeit aufgeschoben, da erst die Sanierungsarbeiten der Kirche abgeschlossen sein sollten. "Jetzt ist alles fertig", sagt Stefan Meier, Vorsitzender des Bauausschusses. "Das war der letzte Baustein."
In Zukunft sollen in der frisch renovierten Kirche vermehrt Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden. Für Freitag, 4. November, ist die Hubertusmesse geplant und im Januar sind die "Tenöre4you" zu Gast.