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Hühnerhaufen als Ruhequell

Bernd Meyer mit einer seiner prächtigen Zwerg-Wyandotten

Faszination Geflügelzucht: Bernd Meyer (43) ist Herr im Gehege seiner Zwerg-Wyandotten

tp. Himmelpforten. Kikeriki! In den Ställen hinter dem Wohnhaus am Ortsrand Himmelpforten ertönt das ganze Jahr über munteres Gegacker: "Erst, wenn ich abends das Licht ausknipse, ist Ruhe", sagt Bernd Meyer (43). Inmitten seiner Schar aus vier Dutzend Hühnern der aus den USA stammenden Rasse Zwerg-Wyandotte fühlt sich der Familienvater in seinem Element. Was ihn schon sein Leben lang an der Geflügelzucht fasziniert, erklärt Bernd Meyer in der neuen WOCHENBLATT-Serie "Alte Hobbys".

"Ich habe das Hobby geerbt", sagt Bernd Meyer. Schon sein Großvater und sein Vater züchteten Federvieh - allerdings im kleinen Stil. Bernd Meyer, Fleischer und begeisterter Freizeithandwerker, hingegen hat seine Stallanlage Schritt für Schritt erweitert. Inzwischen besitzt er eine rund 80 Quadratmeter große Voliere und mehrere geräumige Ställe.

In den blitzsauberen Gehegen wuchsen schon etliche Küken zu preisgekrönten Vorzeige-Hühnern heran, die Bernd Meyer auf kleinen Ausstellungen in der Region ebenso wie auf der jährlichen großen "Deutschen Junggeflügelschau" in den Messehallen in Hannover präsentiert. Bei den Veranstaltungen trifft sich die Szene zum Fachsimpeln sowie zum Tausch und Verkauf von Junghühnern und brutfertigen Eiern.

"Es ist wichtig, immer frisches Blut in den Tierbestand zu bekommen", sagt Bernd Meyer, aus dessen Zucht jährlich rund 350 Küken hervorgehen. Mit den besten seiner Zwerg-Wyandotten, die er in den Farbschlägen "silberfarbig gebändert", "silber-schwarz gesäumt" und "gelb-schwarz gesäumt" hält, holte der Tierfreund schon zweimal den deutschen Meistertitel. Viele bunte Sieger-Wimpel zieren Bernd Meyers Büro.

Der Großteil des Geflügel-Nachwuchses eignet sich nicht für die weitere Verwendung in der ambitionierten Rassezucht. Vieler dieser Hühner werden auf Kleintiermärkten verkauft, oder sie landen in der Kühltruhe. An einer geschlachteten Zwerg-Wyandotte ist gut ein Kilo gutes, festes Geflügelfleisch.

Der begeisterte Geflügelhalter möchte die Vorzüge seines Hobbys an Jugendliche weitergeben: "Hühnerzucht ist zwar zeit- und platzaufwendig", sagt Bernd Meyer", doch zum Lohn bekommt man Ruhe, Entspannung und Ablenkung."

• Berd Meyer ist Mitglied im "Rassegeflügelzuchtverein Oldendorf und Umgebung". Erwachsene zahlen einen Jahresbeitrag von 15 Euro, Kinder sind mit 3 Euro dabei. Infos unter Tel. 04144 - 698568, E-Mail: bernd.meyer36@ewetel.net