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Idee für Himmelpforten: Drogerie zieht in die leere Passage bei "Sky"

Leerstand in der Passage an der Poststraße Fotos: tp

Grüne Ursula Männich-Polenz macht sich für kleine Lösung stark

tp. Himmelpforten. In der Diskussion um das geplante, aus Sicht von Kritikern überdimensionierte Einkaufszentrum zwischen Bundesstraße B73 und Bahnhofstraße in Himmelpforten meldet sich erneut die einzige Grüne im Gemeinderat, Ursula Männich-Polenz, zu Wort. Sollte das Vorhaben des ostfriesischen Investors Bünting wegen der hohen Naturschutzauflagen scheitern, ist dies aus ihrer Sicht "kein Verlust". Sie bringt als Alternative zu dem Großprojekt mit neuem, größeren Aldi-Discountmarkt, Combi-Supermarkt und Fachmärkten etc. erneut eine kleine Lösung aufs Tapet und richtet dazu den Blick auf den Sky-Markt an der Poststraße.

Mit dem derzeit gut frequentierten Sky-Supermarkt - und diversen bestehenden Angeboten im Ort, wie dem Penny-Discounter an der B73 - seien die Bürger in Himmelpforten schon ausreichend versorgt, so die Grüne. Hinsichtlich des zuletzt vom örtlichen Seniorenrat gegenüber dem WOCHENBLATT geforderten Drogeriemarktes hat Männich-Polenz auch eine Idee: Sie schlägt vor, dazu leerstehende Ladenflächen in der Passage neben dem Sky-Markt zu nutzen. Der Eigentümer hätte gegenüber der Politik schon vor weit mehr als einem Jahr dazu seine Bereitschaft signalisiert.

Aus der Kombination "Sky" und Drogerie verspricht sich Männich-Polenz eine Stärkung des Einzelhandelsstandortes Poststraße. Sollte hingegen der Bünting-Komplex Realität werden, sieht sie die Existenz von Sky bedroht: "Dann entstehe dort womöglich eine Brache."

Männich-Polenz will zunächst die Reaktion der Bünting-Gruppe abwarten, die auf Aufforderung des Stader Kreis-Umweltamtes ihre Pläne zugunsten der in dem Planungsgebiet lebenden seltenen Tiere nachbessern muss. Männich-Polenz hält es für möglich, dass Bünting bis Jahresende sogar abspringt. Wenn nicht, will sie ihren Alternativ-Vorschlag per Antrag in den Rat einbringen.

Die Grüne sieht durch Büntings Mega-Projekt die bestehenden kleineren bis mittelgroßen Lebensmittelhändler in Oldendorf, Burweg und Hammah bedroht. Überdies habe sie bereits vor zweieinhalb Jahren vor Planungsschwierigkeiten auf der naturschutzrechtlich sensiblen innerörtlichen Fläche gewarnt. Doch das habe man "einfach ignoriert".

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