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In Himmelpforten ist er angekommen

Auch wenn Pastor Christian Plitzko ab und zu das Fernweh packt, fühlt er sich in der Kirchengemeinde Himmelpforten angekommen

Pastor Christian Plitzko möchte Jugendliche für die Kirche begeistern


sum. Himmelpforten. Bei seiner ersten Predigt teilte Christian Plitzko (37) den Zuhörern mit, nicht zu wissen, ob er lange in der Kirchengemeinde Himmelpforten bleiben werde. Damals war dem Pastor das Gefühl von Heimat noch unbekannt.

In der Heide aufgewachsen, war der dreifache Vater immer das Gegenteil seines älteren und vernünftigen Bruders. "Ich rebellierte gerne", erinnert sich Christian Plitzko. Als Jugendlicher kirchlich aktiv, stand der Zehntklässler damals vor der Frage: "Werde ich Diakon oder mache ich Abitur?" Doch auf gutes Zureden seines Klassenlehrers entschied er sich für die Schule.

Nach seinem Zivildienst begann der junge Mann mit dem Theologiestudium in Bayern. Von zu Hause wegzugehen, war für ihn kein Problem: "Ich fühlte mich nie richtig heimisch." Ein Jahr lang zog es den Studenten sogar nach Indien. "Eine Erfahrung, die ich nie wieder vergessen werde", schwärmt Christian Plitzko mit einem verträumten Blick. "Auf mich allein gestellt, reiste ich durchs ganze Land. Manchmal wusste ich nicht einmal, wo genau ich war."

Zurück in der Heimat beendete der angehende Theologe sein Studium in Münster. Dort lernte er seine Frau Tanja kennen. Als der Lehrerin dann ein Job in Stade angeboten wurde, machte auch Christian Plitzko sich auf die Suche nach einer Pastorenstelle im Landkreis, die ihn im Sommer 2011 schließlich nach Himmelpforten führte.

In Hammah wohnend teilt er sich die Kirchengemeinde mit Pastor Rainer Klemme. "Wir verstehen uns sehr gut und übernehmen verschiedene Bereiche", erzählt der sympathische Bartträger. Insbesondere die Arbeit mit den Jugendlichen liegt dem Kirchenmann sehr am Herzen. Neben dem Konfirmandenunterricht übernimmt Chistian Plitzko auch gerne die Sommerfreizeiten, die ihn mit den 13 bis 17-Jährigen in diesem Jahr nach Kroatien führt. Sowohl während der Konfirmandenzeit aber auch danach versucht er, die Teenager auf altersgerechte Weise und mit ein bisschen Spiritualität für die Kirche zu begeistern.

Und auch wenn Christian Plitzko heute noch manchmal von fernen Ländern träumt, fühlt er sich in Hammah und in der Kirchengemeinde Himmelpforten heimisch. Ans Weggehen denkt er inzwischen nicht mehr.