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Inklusion von der Wiege bis zur Bahre

Karin Klimek (v.li.), Annemarie Scherb, Iris Lorenz, Kerstin Ebel, Manuela Mahlke-Göhring, Sascha von Allwörden und Iris Barthel von der Initiative "Erfolgreich lernen" treffen sich regelmäßig, um Inklusion voranzubringen

Initiative „Erfolgreich lernen“ aus Himmelpforten will mehr Aufklärung in Schulen


sum. Himmelpforten. In Kindergärten läuft nach Auffassung von Manuela Mahlke-Göhring (45) die Inklusion schon recht gut. Doch in den Schulen und im späteren Berufsleben hapert es weiterhin. Um noch mehr aufzuklären und zu vermitteln, riefen die stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Himmelpforten und Annemarie Scherb (47) aus Drochtersen-Hüll vor einem Jahr in Himmelpforten die Initiative "Erfolgreich lernen" ins Leben.

"Die Geschichte begann vor fünf Jahren", erzählt Manuela Mahlke-Göhring. Ihre Tochter ging in den Kindergarten und sie kam als Elternvertreterin zum ersten Mal mit dem Thema Inklusion in Kontakt. Da für Schulen dieses Thema damals noch Neuland war, erhoffte sich die engagierte Frau mit einem Stammtisch und später mit der Arbeitsgemeinschaft Inklusion einen offenen Austausch aller Interessierten. "Neben Eltern kamen aber überwiegend Kindergarten-Mitarbeiter", erklärt die zweifache Mutter, "Lehrer nahmen nur selten teil."

Um Lehrer und Schulen vor Ort intensiv bei der Inklusion zu unterstützen, gründete sie schließlich im vergangenen Herbst gemeinsam mit Annemarie Scherb in Himmelpforten die Initiative "Erfolgreich lernen". Eine der Hauptaufgaben der Mitglieder ist die Information. So gelang es ihnen im April, die Professorin der Humboldt Universität Berlin, Vera Moser, in die Integrierte Gesamtschule Stade einzuladen, die dort vor zahlreichen interessierten Zuhörern die Frage beantwortete: "Macht Inklusion Sinn?". "Das war ein voller Erfolg und hat uns bestätigt, dass auch Lehrer sehr an dem Thema interessiert sind", erklärt Annemarie Scherb.

Bei den regelmäßigen Treffen der Initiative, bei denen sich Eltern, Kindergarten-Mitarbeiter und ab und zu auch Lehrer austauschen, werden u.a. die nächsten Schritte geplant. Zur Zeit widmen sich die Initiatoren dem österreichischen Inklusions-Projekt "LAIS" und erarbeiten hierzu ein Seminar, das sie an Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen im Landkreis anbieten wollen. "Die Österreicher haben ein tolles Konzept entwickelt, mit dem ein natürliches Lernen mit den Leistungsanforderungen an Schulen verknüpft wird", erklärt Manuela Mahlke-Göhring. Sie und ihre Mitstreiter haben ein großes Ziel vor Augen: "Von der Wiege bis zur Bahre soll Lernen für jeden Spaß machen".