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Keine AOS-Sandtransporte durch Groß Sterneberg

Die Anwohner können ihre Protestschilder nun beruhigt abnehmen. Für die Lkws wird eine Alternativstrecke gebaut (Foto: am)
Politk beschließt Alternativtrasse für AOS-Sandtransporte

am. Hammah. Keine täglichen Sandtransporte, keine Erschütterungen und kein Lärm - dafür haben die Anwohner in Groß Sterneberg gekämpft (das WOCHENBLATT berichtete). Jetzt hat die Politik endgültig in ihrem Interesse entschieden: Die Lkws, die den Sand von der Sandgrube südlich von Groß Sterneberg zur Rotschlammdeponie der Aluminium Oxid Stade-Werke (AOS) im Stader Moor bringen, werden nicht über die Kreisstraße 80 (K80) durch Groß Sterneberg fahren.
Es soll für diesen Zweck eine Alternativtrasse gebaut werden. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, bei einer Enthaltung, entschieden. Die Gemeinde wird sich mit 20.000 Euro an den Kosten des Streckenbaus beteiligen. Ein entsprechender Bebauungsplan soll nun aufgestellt werden.
Es gilt aber, vorerst noch die letzten kleinen Hürden zu nehmen: Bei einer öffentlichen Beteiligung am Bebauungsplan haben Behörden, Verbände und die Bevölkerung noch die Möglichkeit Bedenken zu äußern. Da die Alternatistrecke in einem Teilstück am Hammaher See durch ein Naturschutzgebiet führen wird, könnten sich Naturschutzverbände zu Wort melden. Allerdings hat das im Vorfeld erstellte vogelkundliche Gutachten ergeben, dass keine Beeinträchtigung größeren Außsmaßes für die Tierwelt zu erwarten ist. "Wir hoffen, dass von dieser Seite nichts mehr kommt", sagt Hammahs Gemeindebürgermeister Rainer Jürgens, "denn wir sind zeitlich unter Druck." Im Sommer 2016 soll mit dem Bau der Trasse begonnen werden.
Auch könnte noch beanstandet werden, dass in dem Erholungsgebiet um den Hammaher See zwei Fahradwege von der Alternativtrasse betroffen sind. Diese wären während der 15 Jahre, die für die Transporte veranschlagt sind, kaum noch nutzbar.