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Millionen-Deich bei Kranenburg ohne Mängel

Abnahme des letzten Bauabschnitts in Burweg: Deichgraf Horst Wartner (vorne) mit Vertretern der Samtgemeinde, der Baufirmen, des NLWKN und des Deichverbands

Nach 20 Jahren Bauzeit: Fünfter Abschnitt der Hochwasserschutzwalls freigegeben

tp. Burweg. Insgesamt 20 Jahre ließ der Deichverband Kehdingen-Oste den Oste-Deich im Landkreis Stade auf einer Strecke von 20 Kilometern verstärken, in Teilen verlegen und auf 4,30 Meter erhöhen: Mit der Bauabnahme am Mittwoch wurde der fünfte Abschnitt von Kranenburg bis zur Bundesstraße 73 in der Gemarkung Burweg freigegeben.

"Ohne Mängel", sagte der verantwortliche Deichgraf und Bürgermeister von Kranenburg, Horst Wartner, stolz vor Vertretern des Deichverbands, der Baufirmen, der Verwaltung der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten und des Landkreises sowie vor Ingenieuren des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

In knapp zwei Jahren erhielt der Hochwasser-Schutzwall auf rund 800 Metern zwischen der Eisenbahnlinie und der B73-Brücke ein neues Profil.

Bei der Sandentnahme entstanden zwei größere Wasserflächen, die der Natur überlassen werden. Auf zwei Inseln genießen heimische Vögel künftig besonderen Schutz. Insgesamt bauten die Fachfirmen 100.000 Kubikmeter Klei und Sand in das neue Deichstück ein. Im Zuge der Baumaßnahme entstand ein neuer Deichverteidigungsweg mit drei Deichüberfahrten.

Die Investition in den letzten Bauabschnitt betrug 1,5 Millionen Euro inklusive Grunderwerb. Einschließlich eines zwei Kilometer langen Abschnitts bei Bremervörde kostete der Deichbau auf den bisherigen 20 Kilometern gut 30 Millionen Euro. Geldgeber waren das Land, der Bund und die EU.

Die nächsten Großbauprojekte an der Oste stehen an: Die Eisenbahn- und die Bundesstraßenbrücke zwischen Burweg und Hechthausen müssen erneuert werden. Von der B73 bis zum Schöpfwerk Burgbeck laufen die Planungen für den nächsten Deichbau-Abschnitt.