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Neues Tor am "Totenweg" in Düdenbüttel

Vor dem Tor: der Geschäftsführer der Bingo-Umweltstiftung, Karsten Behr (5. v. li.), Bürgermeister Heinz Mügge (re.) und Helfer (Foto: Gemeinde Düdenbüttel/tp)

15.000 Euro für „Alten Friedhof“: Umweltstiftung fördert Projekt

tp. Düdenbüttel. Der „Alte Friedhof“ in Düdenbüttel wird ökologisch aufgewertet. Die Geest-Gemeinde um Bürgermeister Heinz Mügge erhielt dafür einen Zuschuss von 15.000 Euro von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.
Mit dem Geld wurden Waldstauden, Hecken und Gehölze angepflanzt. Außderdem erhielt die parkähnliche Anlage ein neues, markantes Tor.

„Vor allem die Stauden führen zu einem Blütenreichtum und fördern somit zahlreiche Insektenarten“, sagte Stiftungsgeschäftsführer Karsten Behr aus Stade am vergangenen Wochenende bei einer Ortsbegehung. "Für die Bürger werde ein interessanter Naturerlebnisraum geschaffen - eine grüne Insel im Siedlungsgebiet."

Als besonderes Kulturelement im Dorf ist der „Alte Friedhof“ ortsbildprägend. In der bisherigen Beschaffenheit war der Friedhof, der früher "Gottesacker" hieß und die Straße dorthin "Totenweg", in seiner geschichtlichen Bedeutung nicht erkennbar.
Ziel war es, die Grünfläche mit alten Bäumen und Bodenbewuchs zu sichern und erlebbar zu machen. Dazu wurde die Buchenhecke in Teilen neu gepflanzt. Immergrüne Gehölze, Farne, Fingerhut, Waldglockenblumen und schattenliebende Gehölze ergänzen die Pflanzenwelt.

Neu errichtet wurde ein vier Meter hohes Tor, das an das frühere Bahren-Haus „Böhrenhuus“ erinnert, das dort bis vor 66 Jahren stand. Die Überdachung gewährt Spaziergängern Schutz. Im „Böhrnhuus“ wurden Tote einige Stunden vor der Bestattung aufgebahrt.

Die Gemeinde ist Träger des Projektes. Der Arbeitskreis Dorfentwicklung und der Heimatkulturverein „Freunde der Remise“ haben sich mit viel Eigenleistungen beteiligt.

Der „Alte Friedhof“ wurde 1832 mit Erlaubnis der königlich großbritannischen Regierung am östlichen Ortsrand angelegt. Die letzte Beisetzung fand dort 1927 statt. Das Bahren-Haus wurde 1950 abgerissen. Die Grabsteine wurden - wie seinerzeit üblich - abgetragen und im Haus- und Wegebau verwendet.

Der Bürgermeister hat weitere Pläne: Die Streuobstwiese auf dem angrenzenden Areal soll aufgewertet werden. Dazu sollen weitere Spenden beschafft werden.