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Scherben und Gift in Oldendorf

Zertrümmerte Glasscheibe des Buswartehäuschens (Foto: Johann Schlichtmann/Polizei/tp)

Bushäuschen zertrümmert / Säure und Altöl in Kleider-Container

tp. Oldendorf. Gleich zwei Fälle grober Sachbeschädigung ereigneten sich in der vergangenen Woche im Geest-Ort Oldendorf. In einem Altkleidercontainer an der Straße Faule Riethe entsorgten Umweltfrevler Giftmüll. An der Hauptstraße wurde ein Bushäuschen zertrümmert.

In den Altkleider-Containern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Oldendorf finden die Ehrenamtlichen neben getragenen Hemden, Hosen, Schuhen und Co. nicht selten auch Unrat wie Essensreste, gebrauchte Windeln, Flaschen und Gläser. Schockiert über Giftmüll im Kleiderspende-Container reagierten jetzt die beiden freiwilligen DRK-Mitarbeiter Hans-Heinrich Busch und Arvid Peglau. Sie fanden am Dienstag, 23. Mai, zwischen gebrauchten Kleidungsstücken Behälter mit Ameisensäure und Altöl.

"Ein großer Teil des Altöls war bereits ausgelaufen und hatte sich im Inneren des Containers verteilt", berichtet der empörte Bürgermeister Johann Schlichtmann, der von Beruf Polizist ist.

Gegen den anonymen Müll-Frevler wurde Anzeige erstattet. Der Bürgermeister veranlasste mit seinen Bauhofmitarbeitern die ordnungsgemäße Entsorgung der Gefahrgüter. "Der Container ist sicherlich nicht mehr einsetzbar" so Schlichtmann, der den Schaden auf etwa 600 Euro beziffert.

Am Himmelfahrtstag demolierten Vandalen - offenbar während einer Vatertagstour - das Bus-Wartehäuschen von dem Edeka-Markt. Bürgermeister Schlichtmann kehrte am Freitag, als die Bauhof-Mitarbeiter wegen eines Brückentages frei hatten, eigenhändig die Scherben zusammen. Der Sachschaden beträgt rund 1.000 Euro.
Die Polizei fahndet nach den Tätern, bei denen es sich nach ersten Zeugenaussagen um eine Gruppe junger Männer, die nicht aus Oldendorf stammen, handeln soll.

• Hinweise zu beiden Taten nimmt Johann Schlichtmann unter Tel. 0174 - 9070023 entgegen.