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Schnelle Hilfe für Herzpatienten auf der Stader Geest

Mit Defibrillator und Notfallrucksack: Ortsbrandmeister Dennis Jednat (li.) und sein Stellvertreter Thies von Bargen

Wenn es auf Sekunden ankommt: neue Notfallgruppe in Hammah


tp. Hammah.
Bei lebensbedrohlichem Herzkammerflimmern kommt es auf jede Sekunde an. In der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten leben Herzpatienten jetzt dank des Engagements besonderer Notfallgruppen der Feuerwehr sicherer. Nach Oldendorf, Mittelsdorf und Kranenburg gibt es nun auch eine Notfallgruppe in Hammah.

Zwei Dutzend geschulte Feuerwehrleute um Ortsbrandmeister Dennis Jednat (37) und seinem Stellvertreter Thies von Bargen (26) rücken seit Juli nicht nur zu Bränden und technischen Hilfeleistungen, sondern auch zu kardiologischen Notfällen aus, leisten Erste Hilfe und reanimieren den Patienten bis zum Eintreffen von Rettungsdienst und Notarzt. Bei der Übergabe des Patienten gibt es keine technische Hürde: Das Equipment ist kompatibel mit den Geräten des Deutschen Roten Kreuzes.

Zu diesem Zweck wurde der Mannschaftstransportwagen in Hammah mit einem speziell ausgestatteten Notfallrucksack und einem automatischen externen Defibrillator ("Defi") ausgerüstet. Den Umgang mit dem Defi und medizinischem Zubehör lernten die Freiwilligen von Ausbildern des Vereins "Mein Herz in Stade" und vom Hammaher Feuerwehrchef Dennis Jednat, der von Beruf Notfallsanitäter bei der Werkfeuerwehr des Flugzeugbauers Airbus ist.

Bei kardiologischen Notfällen wird künftig neben dem Rettungsdienst auch die Notfallgruppe aus Hammah mit alarmiert. Sie können häufig einige Minuten schneller am Einsatzort sein als die Profi-Retter. Und das erhöht laut Dennis Jednat die Überlebenschance von Herzpatienten beträchtlich. Der plötzliche Herztod ist die häufigste Todesursache in Europa.

An der Finanzierung des Defibrillators beteiligten sich zahlreiche Sponsoren aus der Region.

Im Landkreis Stade gibt es rund 30 Notfallgruppen der Feuerwehr.