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Zerwürfnis mit dem Hausbesitzer

Die "alte Post" in Oldendorf

Oldendorf: Jugendpflege-Einrichtung muss die "alte Post" räumen

tp. Oldendorf-Himmelpforten. Das Jugendzentrum in der „alten Post“ in Oldendorf ist in einer Blitz-Aktion umgezogen. Grund ist ein Konflikt zwischen der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten, die Trägerin der offenen Jugendarbeit ist, und dem Vermieter des Hauses an der Hauptstraße 25 in Oldendorf, Volker Cruse (46).

Wie der selbstständige IT-Berater und Familienvater aus Oldendorf dem WOCHENBLATT mitteilte, hatte er der Samtgemeinde im Rahmen einer „mäzenatischen Schenkung“ die Immobilie für ein Jahr kostenlos zur uneigennützingen Verwendung überlassen. Doch die Gemeinde habe sich nicht an eine wichtige Vertragsbedingung gehalten: Für die monatliche Miet-Ersparnis von 950 Euro sollte Betreuungspersonal eingestellt werden. Diesbezüglich sei seit dem Einzug vor einem Vierteljahr jedoch nichts geschehen, so Cruse. Er habe sich zunehmend „vertröstet“ gefühlt.

Cruse kritisiert, dass in dem Haus seines Wissens zeitweise bis zu 40 Jugendliche von nur einem Betreuer beaufsichtigt worden seien.
Schließlich kündigte er der Samtgemeinde den besonderen Mietvertrag und verlangt einen Anspruchsausgleich für die drei Monate. Der Umzug sollte am vergangenen Montag und Dienstag über die Bühne gehen.

„Das Verhältnis ist zerrüttet“, räumte auch der kommunale Fachbereichsleiter Jens Martens gegenüber dem WOCHENBLATT ein. Er begründet die nicht erfolgte Stellenbesetzung mit dem Mangel an pädagogischen Fachpersonal auf dem Arbeitsmarkt.

Die Jugendpflege hat ihre Räume jetzt in der Grund- und Oberschule in Oldendorf. Auf dem Schulgelände soll das neue Jugendhaus errichtet werden. Zwischenzeitlich wurde eine Betreuungskraft gefunden, die den Samtgemeinde-Jugendpfleger Richard Fröhlich in den kommenden Monaten unterstützt.