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Zu "Richie" schauen alle auf

Der neue Jugendpfleger und Ex-Basketball-Profi Richie Fröhlich mit seinen Schützlingen (v. li.) Annchristin, Jana, David, Florian und Maik (Foto: tp)
 
Will Interesse an Büchern wecken: Jugendpfleger Richie Fröhlich mit den Gästen des Jugendzentrus (v. li.) Jana, David, Annchristin, Florian und Maik

Ein "großes Vorbild": 2,06-Meter-Basketball-Crack ist neuer Jugendpfleger der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten

tp. Oldendorf-Himmelpforten. Sport-Crack und Hüne: Für die jungen Gäste des Jugendzentrums in Oldendorf ist Richard "Richie" Fröhlich (28) im doppelten Wortsinn ein "großes Vorbild": Bis vor Kurzem war Fröhlich internationaler Profi-Basketballer. Und: Mit seiner Körpergröße von 2,06 Metern überragt er viele seiner Schützlinge um zwei Haupteslängen. Seit Anfang November ist er neuer Jugendpfleger der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten.

Richie Fröhlich tritt an die Stelle von Stefan Schlei, der in die neue Kindertagesstätte nach Ahlerstedt wechselte. Nachdem sich die Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten und die Kirche in der Jugendarbeit getrennt hatten, schrieb die Kommune den Jugendpfleger-Posten aus. Richie Fröhlich freut sich, dass er den Zuschlag bekam: "Denn ich liebe Oldendorf", schwärmt der studierte Soziologe über seinen Heimatort auf der Stader Geest, wo er mit vier Schwestern aufwuchs.

Der 112 Kilo schwere Richie Fröhlich war viele Jahre-Profi-Basketballer. Er wechselte nach Stationen beim VfL Stade und bei den Cuxhaven "BasCats" für zwei Jahre ans "Citrus College" in der Nähe von Los Angeles, wo er die kalifornische Meisterschaft gewann und anschließend an die "University of Texas" in San Antonio. Dort erwarb seinen Bachelor-Abschluss in Soziologie. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland spielte der Mittelfeld-Spezialist (Center) beim BBC Magdeburg. Vor rund einem Jahr zog er sich einen Miniskus- und Kreuzbandriss zu.

Im Sommer hatte sich Richie Fröhlich gerade von der Verletzung erholt und stand vor der Wahl, seine Karriere als Profi-Sportler fortzusetzen oder in den Beruf einzusteigen. Die Entscheidung für die zunächst auf ein Jahr befristete Jugendpfleger-Stelle, für die er sogar Erstliga-Angebote ablehnte, hat er nicht bereut: "Es war die berufliche Chance. Ich würde gerne hier bleiben."

Bei seiner Tätigkeit, die sich mit 24 Wochenstunden im Jugendzentrum in Oldendorf und 15 Stunden im Jugendblockhaus in Hammah verteilt, hat er viel Gestaltungsfreiheit: Sport soll bei den künftigen Freizeitangeboten einen großen Stellenwert einnehmen. Fröhlich, der viel Erfahrung als Kinder- und Jugendtrainer hat, plant unter anderem Mitternachts-Basketball-Turniere und Fitness-Workshops. Sport eigne sich perfekt dazu, Teamgeist, Respekt, Fairness und Akzeptanz zu schulen, so Fröhlich. Gemeinsames Kochen mit den Jugendlichen soll das Programm ergänzen.

In Kürze wechselt die Oldendorfer Jugendpflege vom kirchlichen Gemeindehaus in die ehemalige Post. An der Gestaltung der Räume will Richie Fröhlich die Jugendlichen beteiligen. Die gewohnte Einrichtung aus Billardtisch, Tischfußball und Sitzgruppe soll durch eine Lese-Ecke ergänzt werden: "Ich will Interesse an Büchern wecken, denn auch intellektuelle Erziehung ist mir wichtig."

Nach der kurzen Kennenlern-Phase schauen die Jugendlichen zu Richy Fröhlich auf: David (16) sagt: "Er setzt sich sehr für uns ein." Florian (15) zollt dem sportlichen Jugendpfleger "großen Respekt".

• Für das Jugendhaus "Himmel & Hölle" Himmelpforten ist weiterhin Claudia Pernak zuständig.