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Aluminium Oxid contra Bürgerinitiative in Hammah

Dieter Loerwald, Bürgerinitiative "Fairer Sandabbau Hammah"

Weiter Uneinigkeit über Sandabbau und Schwertransport-Route

tp. Hammah. Gegen die von dem Industriebetrieb Aluminium Oxid Stade (AOS) in Hammah geplante Sandentnahme und den damit verbundenen Schwerlastverkehr (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach) äußert Dieter Loerwald von der Bürgerinitiative (BI) "Fairer Sandabbau Hammah" harsche Kritik: Die AOS zeige im Planfeststellungsverfahren zur Sandentnahme "kein Entgegenkommen". Das Unternehmen sei beim Erörterungstermin im Januar bei ihren Bedingungen geblieben und zeige sich weiter unnachgiebig. AOS-Chef Volker Richter sieht das anders: "Das geplante Vorhaben erfüllt nach unserer Auffassung alle rechtlichen Anforderungen."

Laut Loerwald schmettere die AOS alle gegnerischen Einwände ab. Sie wolle weiterhin zwölf Stunden täglich von Montag bis Samstag Sand abbauen und ihn mit Lkw und Traktoren zur 3,5 Kilometer entfernten Rotschlammdeponie fahren. Die BI und ihre Anhänger wollten u.a. die Zeiten auf zehn Stunden täglich und auf fünf Tage pro Woche begrenzen. Auch einen umlaufenden Wall lehne die AOS ab. Nur an zwei Seiten solle ein Zwei-Meter-Wall Windschutz bieten. Die Gegner, darunter die Gemeinde und Naturschützer, fordern einen höheren Wall an allen vier Seiten der Tagebau-Stätte, um Lärm und Sandverwehungen einzugrenzen. Auch ein Beweissicherungsverfahren für mögliche Schäden an Häusern lehne die AOS ab. Für die AOS gebe es "keine anderen Bedürfnisse, als ihre eigenen", so Loerwald. Dies ähnele einer "egomanen Wahrnehmungsstörung".

Laut AOS-Geschäftsführer Richter prüfe das Unternehmen zur Zeit noch die Ergebnisse des Erörterungstermins. "Wir sind bereits für den eingereichten Planfeststellungsantrag an vielen Stellen auf denkbare und tatsächliche Einwendungen eingegangen. Unsere Sandtransporte werden seit vielen Jahren sicher und unter Berücksichtigung aller Regeln durchgeführt", so der Manager.

Ein wesentliches Element des beantragten Vorhabens sei die deutliche Reduzierung des Straßenverkehrs durch Sandtransporte. AOS habe die denkbaren Alternativen sorgfältig geprüft und sich für die vorzugswürdige Alternative entschieden. Richter: "Dabei haben wir die Interessen verschiedener Beteiligter abgewägt. Wir werden auch im Ton verfehlt vorgetragene Auffassungen weiter sachlich prüfen."

Nun muss der Landkreis als Genehmigungsbehörde prüfen, ob er das Planfeststellungsverfahren bewilligen kann.