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Amt sagt Ja zur Container-Krippe in Hammah

Die provisorische Krippe wird aus Fertigteilen (Modulen) hinter dem Feuerwehrhaus zusammengesetzt (Foto: tp)

Versorgungsengpass soll bis Oktober beseitigt sein

tp. Hammah. Noch klafft im Geestdorf Hammah eine Versorgungslücke bei der Kinderbetreuung. Eltern von insgesamt 26 Kleinkindern warten auf einen Krippenplatz. Nun atmen Politik und Verwaltung auf. Das niedersächsische Kultusministerium erteilt eine vorläufige Betriebserlaubnis für die vorübergehende Betreuung von Krippenkindern in Containern.

"Wir rechnen mit einer Inbetriebnahme am 1. Oktober!", sagt Bürgermeister Rainer Jürgens auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Eigentlich hätten die Kinder zum 1. August mit den Plätzen versorgt werden müssen, doch wegen eines überraschenden Babybooms, Zuzügen von Neubürgern und Flüchtlingen blieb die Gemeinde, wie mehrfach berichtet, unterversorgt. Im voll belegten Kindergarten "Kinderschiff" des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Hammah ist kein Platz mehr frei.

Für 200.000 Euro lässt die Kommune nun besonders ausgestattete Container, die auf Forderung der Behörde unter anderem über Wärmeisolierung und kindgerechte Sanitäranlagen verfügen müssen, hinter dem örtlichen Feuerwehrhaus aufstellen.

Vorgesehen sind Container, die nach dem Baukastenprinzip in sogenannter Modulbauweise errichtet werden. Anfang der Woche besichtigte Reiner Jürgens mit Mitgliedern des Verwaltungsausschusses eine entsprechende Anlage in Bremen. Er will Fotos mitbringen und die Bilder der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Rainer Jürgens ist froh, dass die zuständige Referentin beim Ministerium, Evelin Tiedemann, nach "konstruktiven und vernünftigen" Gesprächen eingelenkt habe. Sie stand der Containerlösung zunächst skeptisch gegenüber.

Parallel laufen die Planungen für einen Neubau eines zweizügigen Krippenkindergartens auf Hochtouren. Bis zur Eröffnung des separaten Krippen-Neubaus auf dem Kita-Gelände vergehen laut Jürgens voraussichtlich noch anderthalb Jahre.

In den Modulen ist Platz für 30 Kinder. Das DRK beschäftigt dort künftig sechs neue Betreuungskräfte.