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Container für die Kleinen in Hammah

Containerstandort ist das Gelände hinter dem Feuerwehrgerätehaus (Foto: am)

Politik will 200.000 Euro in Übergangslösung investieren

tp. Hammah. Krippenkinder in Hammah sollen vorübergehend in Containern betreut werden. Auf die Übergangslösung bis zur Fertigstellung des Anbaus an den kommunalen Kindergarten "Kinderschiff" verständigte sich der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung.

Es ist eine enge Abstimmung mit der für Tageseinrichtungen für Kinder zuständigen Referentin des Kultusministeriums in Lüneburg, Evelin Tiedemann, nötig. Sie steht Containern für die Betreuung von Jungen und Mädchen im Krippenalter kritisch gegenüber und hatte dies auch in einem Schreiben an den Träger, den Rotkreuz-Kreisverband Stade, erklärt.

Alternativ zu Containern kämen einfache Holzrahmenbauten in Frage. Diese könnte die Gemeinde jedoch erst zum 1. März 2017 bereitstellen. Daher sollen nun speziell auf auf Kleinkinder zugeschnittene Container gekauft werden, mit denen auch die Gemeindeunfallversicherung einverstanden ist.

Die Politik strebt die Containerlösung ab dem 15. September an. 26 Krippenkinder werden dort untergebracht, bis der Krippenneubau fertig ist. Der Bauantrag beim Landkreis Stade ist gestellt. Noch fehlt die Zusage vom Land auf Bezuschussung des insgesamt auf 600.000 Euro beziffferten Bauprojektes mit 1.200 Euro für jeden der 30 vorgesehenen Betreuungsplätze. Bürgermeister Rainer Jürgens rechnet mit einer Fertigstellung in etwa zwei Jahren.

Bürgermeister Jürgens ist zuversichtlich, dass das Amt in Lüneburg sein Einverständnis gibt, denn in anderen niedersächsischen Gemeinden hätten die Behörden ebenfalls Containerlösungen bewilligt. Es gibt hohe Anforderungen an die Container: Akustikdecken, besondere Wandverkleidung, Ruheraum, kindgerechte Sanitäranlagen, Personalräume etc. Daraus resultiert ein stattlicher Preis von rund 200.000 Euro.

Containerstandort ist das Gelände hinter dem Feuerwehrgerätehaus. Die Container sollen später der Jugendfeuerwehr zur Verfügung gestellt werden.
Hintergrund des Versorgungsengpasses ist ein unerwarteter Babybooom in Hammah (das WOCHENBLATT berichtete), verstärkt durch den Zuzug von jungen Familien und die Unterbringung von Flüchtlingen mit kleinen Kindern.