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Flüchtlingsstrom erwaret

Samtgemeinde-bürgermeister Holger Falcke

Wohin mit den Asylbewerbern? Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten erwägt Neubau

tp. Oldendorf-Himmelpforten. Die Verwaltung der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten hat noch immer keine Lösung für die drohende Platznot in den kommunalen Asylbewerberunterkünften. Nach dem Brand in der Einrichtung an der Straße "Im Wiesengrund" in Himmelpforten ist ein Apartment vorübergehend unbewohnbar. Doch die größte Herausforderung steht noch bevor: Innerhalb eines Jahres muss die Samtgemeinde das Kontingent von jetzt 50 auf 90 Wohnplätze in den kommunalen Flüchtlingsheimen erhöhen.

Wie berichtet, brannte am Sonntagmorgen, 17. August, eine Dachgeschosswohnung "Im Wiesengrund" aus. Laut Samtgemeinde-Chef Holger Falcke ist das Apartment versiegelt. Die Ermittlungen der Poilizei nach der Brandursache dauern an. Nach Abschluss der Untersuchungen will die Samtgemeinde den rund 20.000 Euro teuren Schaden beheben. Die vier vom Brandschaden betroffenen Bewohner wurden vorübergehend auf die anderen drei Wohnungen in dem Haus verteilt.
In den Räumen "Im Wiesengrund" ist Platz für 24 Bewohner. Weitere Unterkünfte gibt es an der Feldstraße und am Tulpenweg in Oldendorf.

"Angesichts der weltpolitischen Lage mit neuen Flüchtlingsströmen" wappne sich die Samtgemeinde für den im kommenden Jahr erwarteten Bedarf nach weiteren Asylbewerberunterkünften, so Falcke. "Insbesondere für Familien". Basis ist eine aktuelle Hochrechnung der Flüchtlingsbehörde des Landkreises Stade.

Die Suche nach Immobilien auf dem offenen Wohnungsmarkt mit Zeitungsannoncen brachte laut Falcke bislang keinen Erfolg. "Die Resonanz war mau." Politik und Verwaltung müssten jetzt Alternativen ausloten, sagt der Samtgemeinde-Bürgermeister. Es werde auch ein mit kommunalen Mitteln finanzierter Neubau in Erwägung gezogen, so Falcke.

Neben Oldendorf und Himmelpforten kommt als Standort für eine Asylbewerberunterkunft in der Samtgemeinde nur Hammah in Frage. Lediglich diese drei Orte verfügen laut Holger Falcke über die nötige Infrastruktur wie Busanbindung und Einkaufsmöglichkeiten. Intensive Beratungen beginnen nach der politischen Sommerpause.