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Kein Kanalrohr unter Privatgrundstück in Oldendorf

Kein Regenwasserkanal unter dem Ex-Sägerei-Gelände (Foto: Johann Schlichtmann)

Anwohnerin lehnt Groß-Bauvorhaben endgültig ab / Bürgermeister Johann Schlichtmann: "Wir planen neu"

tp. Oldendorf. Die Bemühung des Oldendorfer Bürgermeisters Johann Schlichtmann, eine Privateigentümerin vom Bau eines kommunalen Regenwasserkanals auf ihrem zentrumsnahen Grundstück zu überzeugen, sind gescheitert: "Wir planen neu", sagt Schlichtman. Nun soll das riesige unterirdische Abflussrohr mit einem Meter Durchmesser über das gemeindeeigene Gelände am Brunkhort'schen Haus neben dem Rathaus verlegt werden.
Wie berichtet, lehnte die Eigentümerin das Bauvorhaben trotz weit fortgeschrittener Planung überraschend ab. Sie nannte offiziell Naturschutzbedenken. Auf dem weitläufigen Areal, einer ehemaligen Zimmerei und Sägerei, stehen viele alte Bäume und Büsche, in denen wilde Tiere Unterschlupf suchen. Kritische Beobachter schließen kaufmännische Erwägungen nicht aus: Dem Vernehmen nach steigt der Wert innerörtlicher Baugrundstücke in Oldendorf.
Johann Schlichtmann hatte vor wenigen Tagen versucht, die Eigentümerin in einem diplomatischen Gespräch noch einmal von dem Vorhaben zu überzeugen. Der Bürgermeister betont, dass der Kanal etwaigen weiteren Bauvorhaben auf dem Grundstück nicht behindern würde. Die Bemühungen blieben erfolglos.
Nun verfolgen Politik und Verwaltung "Plan B": Das Kanalohr, das in Richtung Oldendorfer Bach führt, wird am Rand des Brunkhorst'schen Grundstücks errichtet. Die Umleitung wird um 50.000 Euro teurer, sodass für die Leitung samt Erneuerung eines Stücks Fahrbahnbelages nun rund 600.000 Euro fällig werden.
Nachdem der ursprünglich anvisierte Baustart am Montag, 9. November, längst verstrichen ist, sollen die Bauarbeiter nun "noch vor Weihnachten" den ersten Spatenstich setzen. Bürgermeister Schlichtmann will für die nötigen Beschlüsse kurzfristig Sondersitzungen der politischen Gremien einberufen.
• Die Eigentümerin möchte anonym bleiben und äußert sich gegenüber unserer Redaktion nicht zu ihren Erwägungen.