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Korruptionsgerücht in Himmelpforten: Anzeige aus eigenem Haus

Warten auf Akteneinsicht: der beschuldigte Samtgemeinde-Bürgermeister Holger Falcke und die Erste Samtgemeinderätin Ute Kück (Foto: tp)

Samtgemeinde-Chef Holger Falcke wartet noch immer auf Akteneinsicht

tp. Himmelpforten. Seit der Rathaus-Razzia in den Verwaltungsräumen der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten und der Durchsuchung eines Home-Office' in der Wohnung eines Verwaltungsmitarbeiters am Rosenmontag ist das Betriebsklima in beiden Rathäusern gestört. Denn noch immer ist unklar, wer Strafanzeige gegen Samtgemeinde-Bürgermeister Holger Falcke erstattete und die Fahndung der für Korruption zuständigen Staatsanwaltschaft Verden (das WOCHENBLATT berichtete) auslöste. Um die wilden, in viele Richtungen gehenden Spekulationen einzudämmen, gab Falckes Vertreterin der Dienststelle, Erste Samtgemeinderätin Ute Kück, jetzt in Sitzungen von Mitgliedsgemeinden bekannt, dass die Anzeige aus dem eigenen Haus stammte.

"Mir war wichtig im Rahmen der Ratssitzungen darüber zu informieren, dass ein Mitarbeiter den Strafantrag gestellt hat, weil ich verhindern wollte, dass Gerüchte über mögliche andere außen stehende 'Verantwortliche' kursieren", sagt Kück gegenüber dem WOCHENBLATT.

Keine neuen Auskünfte sind von Holger Falcke zu bekommen: "Es gibt für und von mir als bisher Beschuldigten keine neuen 'Wasserstandsmeldungen'." Er habe über seinen Rechtsanwalt Akteneinsicht ist beantragt, sie sei bisher aber noch nicht genehmigt.

Auf Akteneinsicht wartet laut Ute Kück auch die Politik. Bis dahin haben die Fraktionen Stillschweigen vereinbart.

Eine Auskunft hat die Staatsanwaltschaft, die offiziell wegen strafrechtlich relevanter Vorgänge in der Amtsausübung und nicht wegen Korruption ermittelt, in einigen Wochen angekündigt.