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Neuer Ratssaal oder Begegnungszentrum

Im Rathaus in Himmelpforten gibt es Bedarf an weiteren Büros

Platzbedarf in Himmelpforten: Rat soll bis Sommer zwei Varianten diskutieren

tp. Himmelpforten. Die dringend notwendige Sanierung des Ratssaals in Himmelpforten für grob geschätzte 150.000 Euro, u.a. für neue Möbel, Modernisierung der Beleuchtung und Akustik ist unstrittig (das WOCHENBLATT berichtete). Nun bringt Samtgemeinde-Bürgermeister Holger Falcke eine Alternative mit Sparpotenzial ins Spiel: ein Begegnungszentrum mit Saal als Gemeinschaftsprojekt mit der evangelischen Kirchengemeinde.

Der Samtgemeinde-Chef verweist auf weiteren Raumbedarf für die Verwaltung. Unter anderem ist die Einrichtung einer Kfz-Zulassungsstelle in Himmelpforten im Gespräch, dafür laufen Verhandlungen mit dem Landkreis. Für die geforderten Büros ist im Rathaus grundsätzlich noch Platz. Eine Zulassungsstelle muss aufgrund rechtlicher Bestimmungen im Erdgeschoss untergebracht werden. Andere Abteilungen im Himmelpfortener Rathaus müssten dann also in neu zu bauende Büros im jetzigen Ratssaal im Obergeschoss umziehen.

Gleichzeitig werden in Himmelpforten die Pläne für Pläne für ein Mehrgenerationen-Projekt bis hin zu einem inter- und soziokulturelles Begegnungszentrum konkreter. Die ursprüngliche Idee, dazu das Steinmetzhaus Bethel-Gruppe zu nutzen, ist aus geschäftlichen Gründen vom Tisch. Zwischenzeitlich hat Falcke Gespräche mit der Kirche aufgenommen, mit der die Gemeindeverwaltung "ein partnerschaftliches Verhältnis" pflege.

Als möglichen Bauplatz für ein Gemeinschaftszentrum mit Saal, in dem auch Ratssitzungen stattfinden könnten, hat er das rund 3.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Bundesstraße 73 mit dem sanierungsbedürftigen evangelischen Gemeindehaus im Visier. Im Falle des Neubaus eines Gemeinschaftszentrums müsste das Gemeindehaus aller Wahrscheinlichkeit nach weichen. Eine weitere potenzielle Baufläche ist die angrenzende Brache, auf der früher "Kutscher's Hotel" stand.

Holger Falcke meldet hohen Platzbedarf für kulturelle und gemeinschaftliche Zwecke. Die "Villa von Issendorff" der Gemeinde sei ausgebucht. Die Kirche hat generelles Interesse an dem Projekt bekundet, an dem beide Seiten finanziell profitieren könnten. Sparmöglichkeiten sieht Falcke insbesondere bei der gemeinschaftlichen Nutzung von Sanitäranlagen und Küche.

In den politischen Parteien gehen die Meinungen zu dem Vorstoß noch auseinander. Beratungen in einer interfraktionellen Arbeitsgruppe sollen Klarheit bringen. Holger Falcke wünscht sich spruchreife Ergebnisse vor der politischen Sommerpause 2017.