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Rat stimmt gegen Sandabbau

Rolf Supper, Sprecher der Bürgerinitiative

Hammah: Politik bringt ortsferne Alternativ-Fläche ins Spiel


tp. Hammah. Gegen die umstrittenen Pläne des Industrieunternehmens Aluminium Oxid Stade (AOS), am Ortsrand von Hammah über Jahre hinweg im großen Stil Sand abzubauen (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach) setzt sich nun auch der Gemeinderat zur Wehr. Bei seiner jüngsten Sitzung lehnte das Gremium das Vorhaben einstimmig ab. Der Beschluss ist lediglich eine Empfehlung, denn die Entscheidungsgewalt liegt beim Landkreis als Genehmigungsbehörde.
Der Hammaher Rat stützt sich auf ein von der Gemeinde in Auftrag gegebenes Gutachten des Rechtsanwalts Hans Walter Louis aus Hannover. Der Jurist hält den AOS-Antrag für fehlerhaft, da bei der vorbereitenden Planung auf eine strenge Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet werden soll. Hintergrund: Die AOS teilt das 32 Hektar große Sandabbau-Areal in zwei kleinere Abschnitte. Dies bietet formal die Möglichkeit, die Umweltverträglichkeitsprüfung zu umgehen.
Eine Nachbarschaftsinitiative um die Sprecher Rolf Supper (70) und Dieter Loerwald (54) sieht sich nach dem Ratsbeschluss in ihrem Ziel bestärkt, den Sandabbau in der Nähe ihrer Wohnsiedlung wegen der befürchteten Lärm- und Verkehrsbelästigung sowie Grundwasserverunreinigung zu verhindern. Supper und seine Mitstreiter hatten im Vorfeld der Sitzung knapp 400 Unterschriften gegen den Sandabbau gesammelt und an den Landkreis übergeben.
• Der Gemeinderat sucht nun das Gespräch mit der AOS und will mit dem Unternehmen über ein ortsfernes Alternativ-Areal westlich des Hammaher Sees verhandeln.
• AOS braucht große Mengen Sand als Baumaterial, um den Wall um ihre Rotschlammdeponie zu erhöhen.