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Grüne Riesen tragen Schwarz

Das Folienpflaster bleibt rund ein Jahr am Baum. Dann sind die Anfahr-Schäden an der Rinde verheilt

Moderner Baumschutz: Rinden-Schaden wird mit "Biofolie"behandelt

tp. Stade. Mehrere grüne Riesen an der Bundesstraße 74 bei Hagenah "tragen Schwarz". Hinter der auffälligen dunklen Plastikplane, die um die Stämme gewickelt wurde, verbirgt sich eine moderne Baumschutzmaßnahme.
Laut dem Geschäftsbereichsleiter der zuständigen Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Stade, Hans-Jürgen Haase (56), werden mit der Folienmethode Rindenschäden - etwa nach Verkehrsunfällen - behoben. "Die Folie bleibt ungefähr ein Jahr lang dran", so Haase. Dann hat sich unter der vor Sonnenlicht schützenden Plane neue Rinde gebildet."
Bei den verletzten Bäumen in Hagenah wurde die speziell für diesen Zweck entwickelte und wissenschaftlich getestete Wundschutzfolie "Arbotape" verwendet. Typischerweise sind auf frischen Wundflächen noch wachstumsfähige Zellen zu finden. Werden die Wunden innerhalb von 14 Tagen mit der dehnbaren, licht- und wasserundurchlässigen Folie eingewickelt, kann auf der gesamten Wundfläche neues Gewebe entstehen. Das Holz dahinter bleibt lebendig. Das Folienpflaster schützt Bäume außerdem vor Pilzbefall. Es ist biologisch abbaubar.
Beschädigte Bäume werden laut Amtschef Haase seit rund zehn Jahren in ganz Niedersachsen auf diese Weise behandelt. In der Zeit davor wurden verletzte Bäume mit einer schützenden Tinktur bestrichen.