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Tatort Kreisklasse: Attacke auf Schiedsrichter

Nach der Roten Karte sah der „Sünder“ buchstäblich Rot (Foto: archiv)
bc. Himmelpforten. Spielabbrüche gibt es im Fußball leider immer wieder. Während in den Eliteklassen meistens Fanausschreitungen der Grund sind, kommt es in den unteren Ligen schon mal vor, dass Schiedsrichter Zielscheibe von Aggressionen werden. So geschehen am Sonntag bei einer Partie in der 3. Kreisklasse zwischen dem MTV Himmelpforten 2 und der SG Lühe 2.

Schiedsrichter Heiko Reinboth (MTV Hammah) brach die Begegnung nach einem Angriff auf ihn in der 85. Minute beim Stand von 2:0 für den MTV ab. Das Paradoxe: Ausgerechnet ein Schiedsrichterkollege - in dieser Partie ein Spieler der SG - hatte es auf den Unparteiischen abgesehen. Nachdem der SG-Akteur aufgrund einer Beleidigung die Rote Karte sah, brannten ihm die Sicherungen durch. Er ging auf Reinboth zu und schubste ihn so stark, dass der Mann in Schwarz zu Boden ging.

Für den Referee war das Maß voll. Er schickte beide Mannschaften in die Kabine. Zuvor hatte er einem SG-Kicker eine Gelb-Rote Karte wegen Meckerns und einem weiteren Lüher Spieler direkt Rot wegen einer Notbremse gezeigt.

Der Spielausschuss des Kreisfußballverbandes wird sich nun der Sache annehmen und die Entscheidung über den Spielausgang und eine mutmaßliche Sperre für den „Sünder“ vermutlich an das Sportgericht abgeben.

Es gilt als wahrscheinlich, dass dem MTV die drei Punkte zugesprochen werden und der „Schubser“ eine längere Zwangspause einlegen muss.

Kreisschiedsrichterobmann Stephan Wetzel: „Handgreiflichkeiten dürfen nicht passieren. Dass es nun ausgerechnet ein Schiedsrichter war, macht die Sache nicht gerade besser.“