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Lichtblick: Investor für Rohbau in Himmelpforten in Sicht

Die unvollendeten Reihenhäuser (Foto: archiv/tp)

Enttäuschung über stockendes Immobilienprojekt / Elf seniorengerechte Reihenhäuser bleiben das Ziel

tp. Himmelpforten. Sie sollten ein Vorzeige-Objekt im schicken, modernen Neubaugebiet bei der Porta-Coeli-Schule in Himmelpforten werden: elf seniorengerechte Reihenhäuser mit einer separaten Einheit für Pflegekräfte nach dem Grundsatz „Selbstbestimmtes Wohnen im eigenen Haus“. Doch still ruht der See. Die Baustelle ist seit knapp anderthalb Jahren verwaist, auf dem Gelände mit dem Rohbau wuchert das Kraut, die Homepage www.seniorengerechtwohnen.com, unter der die Vermarktung für 178.000 Euro je Haus angelaufen war, ist erloschen.
"Ich hätte mir eine andere Entwicklung gewünscht", räumt Falk Noack, Inhaber und Geschäftsführer der für den Vertrieb zuständigen Noack GmbH & Co. KG aus Himmelpforten ein.

Bauunternehmer Noack erteilt auf WOCHENBLATT-Nachfrage aus geschäftlichen Gründen nur spärliche Informationen zu den Hintergründen des vermeintlichen Bau-Flopps. Er dementiert aber die im Dorf kursierenden Gerüchte einer eventuellen Insolvenz seiner Firma. Nach dem langen Stillstand stellt er nun ein Fortkommen in Aussicht: Noack will sich von dem Projekt trennen, hat nach eigenen Angaben einen ernsthaften Kaufinteressenten. Entsprechende Vertragsverhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss. Die durch den Baustopp verursachten Gebäudeschäden hielten sich in Maßen und könnten mit vergleichsweise niedrigem finanziellen Aufwand behoben werden.

Der neue Investor wolle die Reihenhäuser nach den ursprünglichen Plänen fertigstellen: mit ebenerdiger Wohnfläche zwischen 83 bis 102 Quadratmetern, drei Zimmern, Küche, Bad, überdachter Terrasse und Carport.
In einem separaten Gebäude direkt auf dem Gelände stehen geschulte Pflegekräfte 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche bereit, so die Pläne. Ein Hausnotrufsystem soll die Sicherheit geben, im Notfall schnelle und kompetente Hilfe zu bekommen.

Erleichtert darüber, dass Bewegung in das stockende Immobilienprojekt kommt, ist Himmelpfortens Bürgermeister Bernd Reimers. Immerhin habe er mit dem Vorhaben große Hoffnungen verbunden, die leider "enttäuscht" wurden. Reimers berichtet von einer ungebrochen starken Nachfrage nach Wohnangeboten für die ältere Generation und verweist auf die 14 seniorengerechten Wohnungen, die ein anderer Investor derzeit an der Poststraße errichtet. Und: Beinahe täglich würden sich Interessenten nach entsprechenden Wohnungen bei der Gemeindeverwaltung erkundigen.