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Nächtliche Feuertragödie in Eckel: Zwei Kinder (11 und 2) tot

Erste Bilder von der Einsatzstelle (Foto: alle: Feuerwehr)
 

Doppelhaushälfte ausgebrannt / Mutter schwerstverletzt / Leiche des zweiten Kindes am Nachmittag gefunden / Betroffene Familie ist Pflegefamilie mit vier Kindern

thl. Eckel. Traurige Gewissheit am Donnerstagnachmittag: Nach dem verheerenden Brand in einem Doppelhaus in Eckel wurde ein zweites Kind tot aufgefunden. Nach Polizeiangaben soll es sich hierbei um ein zweijähriges Mädchen handeln. Seit dem Vormittag waren Ermittler der Spurensicherung in dem Haus
dabei, den Brandschutt nach dem Mädchen zu durchsuchen. Unterstützt wurden sie in den Nachmittagsstunden von einem Leichenspürhund der Polizei. Nun steht fest, dass das Mädchen den Flammen zum Opfer gefallen ist.
Bei dem anderen toten Kind handelt es sich nach Polizeiangaben um einen elfjährigen Schüler. Das Haus wurde von einer sechsköpfigen Pflegefamilie bewohnt. Die Mutter (49) erlitt lebensgefährliche Brandverletzungen. Der Vater (51) und ein weiterer Sohn (12) waren bei Verwandten in Süddeutschland im Urlaub. Das vierte Kind, ein Neunjähriger, konnte sich aus dem Fenster auf ein Vordach retten und wurde dort von Anwohner heruntergeholt.
Hier folgt nun der erste Bericht:
Eine Brandtragödie hat sich in der Nacht zu Donnerstag in Eckel (Gemeinde Rosengarten) abgespielt. Dort ist bei einem Wohnhausbrand mindestens ein Kind gestorben, ein zweites Kind wird immer noch in dem ausgebrannten Gebäude vermisst. Ein drittes Kind wurde aus dem Haus gerettet, die Mutter erlitt lebensgefährliche Brandverletzungen. Das Haus selbst brannte vollständig aus.
Um 0.55 Uhr waren die Feuerwehren aus Eckel, Klecken, Nenndorf und der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Rosengarten sowie ein Rettungswagen und der Notarzt des DRK zu dem Wohnhausbrand im Vaenser Weg in Eckel alarmiert worden.
Die Feuerwehrkräfte erreichten sehr schnell die Brandstelle und begannen neben der umfangreichen Brandbekämpfung sofort mit der Menschenrettung. Bei Eintreffen der Kräfte war bereits ein Kind aus dem Haus gerettet, es wurde durch die eintreffenden Rettungsdienstkräfte versorgt. Drei weitere Personen (darunter zwei weitere Kinder) wurden aber noch in dem brennenden Haus vermisst - Großalarm für Feuerwehr und Rettungsdienst. In Spitzenzeiten waren so 150 Feuerwehrleute sowie 20 Kräfte des Rettungsdienstes vor Ort. Die Einsatzkräfte retteten eine Frau mit schwersten Brandverletzungen aus dem brennenden Gebäude. Ein Kind konnte von den Kräften nur noch tot aus dem Haus geborgen werden, ein weiteres Kind wird in den Trümmern des brennenden Hauses immer noch vermisst, die Kräfte suchen jeden Winkel des Gebäudes ab.

Derzeit dauert die Suche noch an.

Die gerettete Frau wurde nach umfangreichen notärztlichen Maßnahmen unter Notarztbegleitung in ein umliegendes Krankenhaus transportiert, um eine erste medizinische Grundversorgung in einem Krankenhaus durchführen zu können. Aufgrund der Schwere der erlittenen Brandverletzungen wird die Frau im Anschluss in ein Spezialkrankenhaus für Schwerstbrandverletzte weiterverlegt. Die Feuerwehrkräfte führten derweil umfangreiche Löschmaßnahmen durch. Erschwert wurden diese durch mit Rolläden versperrte Zugänge zu dem Gebäude sowie eine Solaranlage auf dem rückseitigen Teil des Gebäudes, wo sich das Feuer nur schwer kontrollieren ließ. Trotz massiver Löschmaßnahmen, auch über die Drehleiter, brannte der gesamte Dachstuhl des Doppelhauses völlig aus, auch die Untergeschosse des Gebäudes wurden zerstört. Die Bewohnerin der zweiten Doppelhaushälfte konnte sich rechtzeitig vor dem Feuer in Sicherheit bringen. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera wurde die Brandstelle permanent kontrolliert. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an.
Sowohl für die Einsatzkräfte als auch für nachfolgend am Brandort eingetroffene Angehörige der Brandopfer wurde ein Kriseninterventionsteam alarmiert, das die Betreuung aller Hilfesuchenden übernahm. Ein Dank von Seiten der Feuerwehr geht an die Anwohner, die die Kräfte mit heißen Getränken versorgt.
Die Brandursache dieses Großfeuers ist noch unbekannt, die Polizei hat die Brandstelle beschlagnahmt.