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Ältester aktiver Feuerwehrmann Niedersachsens

Peter Adler (Foto: archiv)
thl. Vahrendorf. Großer Bahnhof für Regierungsbrandmeister Peter Adler (65) aus Vahrendorf: Im Rahmen einer Feierstunde wurde er am Donnerstag von Landesbranddirektor Jörg Schallhorn und Polizeipräsident Friedrich Niehörster aus seinem Ehrenamt entlassen. Zugleich wurde Kreisbrandmeister Uwe Quante aus dem Heidekreis als Nachfolger ernannt.
Offiziell endet Adlers Amtszeit am kommenden Mittwoch, 30. April. "Ich bin damit der älteste aktive Feuerwehrmann Niedersachsens", lacht er. Grund: "Normale" Retter werden mit 62 Jahren in den Feuerwehr-Ruhestand geschickt, der Regierungsbrandmeister künftig mit 63 Jahren.
1968 trat Peter Adler in die Feuerwehr Vahrendorf ein, war dort von 1980 bis '84 Vize-Ortsbrandmeister und ließ sich dann zum Gemeindebrandmeister wählen. Dieses Amt führte Peter Adler bis 1988 aus, wo er zum Kreisbrandmeister aufstieg.
15 Jahre lang war Adler Chef der damals noch 108 Feuerwehren im Landkreis Harburg, dann bewarb er sich als Vize-Bezirksbrandmeister und wurde prompt in dieses Amt gewählt. Doch direkt nach der Wahl gab es Missstimmungen. Denn sowohl die ehemalige Bezirksregierung, die damals die Wahl durchführte, als auch das Innenministerium in Hannover lehnten Adlers Ernennung ab. Grund: Die bevorstehende Auflösung der Bezirksregierung. Nach einigem Hin und Her bekam Peter Adler schließlich doch noch den Posten, der später in Regierungsbrandmeister umbenannt wurde. Fortan war er verantwortlich für 450 Feuerwehren mit rund 21.000 Mitgliedern in den Landkreisen Harburg, Rotenburg, Heidekreis und Stade.
Trotz der Turbulenzen um seinen Amtsantritt hatte Peter Adler immer Spaß an seiner Aufgabe. "Die Feuerwehr ist wie eine große Familie. Die Kameradschaft ist intakt, die Retter sind hoch motiviert und gut ausgebildet. Die Bürger können sich auf ihre Brandschützer verlassen", sagt Adler. Was ihn auch freut: "Trotz des demographischen Wandels wird es weiterhin Feuerwehren im Landkreis Harburg geben."
Neben den Posten des Regierungsbrandmeisters bekleidete Adler auch den Posten des Vize-Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes - ebenfalls ehrenamtlich. "Ich war im Durchschnitt zwei bis drei ganze Tage pro Woche für die Feuerwehr unterwegs", blickt Peter Adler zurück. Da seien Familie und Hobbys oftmals auf der Strecke geblieben. Da gebe es großen Nachholbedarf, so der scheidende Feuerwehr-Chef. "Darauf freue ich mich bereits", sagt Adler. Doch so ganz ohne Feuerwehr wird er auch in Zukunft nicht sein: "Wir werde weiterhin viele Einladungen bekommen, von denen ich auch einige annehmen werde. Denn ich will die Kameradschaft weiter pflegen."