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Auf Visite bei "Dr. Trecker": Holger Hink kümmert sich um die historischen Fahrzeuge des Freilichtmuseums am Kiekeberg

Statt einem Fieberthermometer hat er Schraubendreher und Maschinenöl in seiner Tasche, seine Patienten sind an die 100 Jahre alt und heißen Lanz oder Wurr: Holger Hink (44) ist seit zweieinhalb Jahren Werkstattleiter im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Dort kümmert sich „Dr. Trecker“ um die historischen Fahrzeuge. Bei seinen Patienten benötigt er Geduld, viel Fingerspitzengefühl und manchmal auch Muskelkraft. Um so schöner, wenn er alte Schätze, z.B. den Hanomag WD 28 von 1928, wieder zum Laufen bringt
as. Ehestorf. Seine Patienten heißen Lanz, Wurr oder Tempo, und er verschreibt ihnen Motoröl statt Hustensaft: Holger Hink alias „Dr. Trecker“, Werkstattleiter im Freilichtmuseum am Kiekeberg, kümmert sich seit zweieinhalb Jahren um die historischen Landmaschinen des Museums. Der 44-Jährige aus Hollern-Twielenfleth (Landkreis Stade) hat „Diesel im Blut“. Schon als Kind hat er mit seinem Vater an Oldtimern geschraubt, seinen ersten Trecker, einen Güldner G 25 von 1961, hat sich der gelernte Kfz-Mechaniker mit 25 Jahren gekauft, seitdem sammelt er „Blech in allen Formen“, wie er sagt. „Ich habe ein Herz für alte Fahrzeuge, vor allem für Trecker. Sie verfügen über eine tolle Technik, sind berechenbar und meistens zuverlässig“, erklärt Holger Hink. Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern Gerhard Masemann, Claus-Jürgen Vieregge, Uwe Karsten und Klaus Dippmann hält er die Fahrzeuge im Museum, u.a. 65 Trecker, in Schuss. „Man braucht ganz viel Gefühl, muss Respekt vor der Maschine haben. Schließlich haben wir es hier mit fast 100 Jahre alten Fahrzeugen zu tun“, sagt Hink, der aus dem Rundfunk als „Dr. Trecker“ bekannt ist. „Das spannende am Schrauben ist, dass man nicht weiß, ob man den Trecker zum Laufen kriegt - bis er läuft“, so Holger Hink. Jedes Teil, das kaputt geht, müssen Hink und seine Helfer selbst bauen, denn an Ersatzteile für die alten Fahrzeuge zu kommen, ist oft schwierig und kostspielig. Etwa ein Drittel der Trecker im Museum ist betriebsfähig. „Es geht uns aber nicht darum, jeden Trecker zum Laufen zu bringen. Unser ZIel ist es, die historischen Fahrzeuge zu erhalten“, erklärt der Schrauber. Einer seiner Lieblinge ist der im Museum ausgestellte Wurr C2 von 1937, der in Hamburg gebaut wurde. „Der soll noch einen neuen Motor erhalten, den alten Motor zu reparieren, ist nicht bezahlbar“, sagt Hink. Meistens hat er jedoch Erfolg. „Solange sich die Einzelteile noch auseinanderschrauben lassen, bin ich zuversichtlich, dass wir die Maschine hinkriegen.“
• Der Termin für das nächste Dampf- und Traktorentreffen am Kiekeberg steht schon: 8. und 9. September.
Mehr zu "Dr. Trecker" unter www.facebook.com/Treckerdoktor/.
Infos zum Freilichtmuseum unter www.kiekeberg-museum.de.