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Beim internationalen Frauentag geht es um nicht verwirklichte Frauenrechte

Heidi Kluth (Foto: Archiv)
(as). Auf der ganzen Welt machen Frauen am 8. März mit Veranstaltungen, Feiern und Demonstrationen auf noch immer nicht verwirklichte Frauenrechte aufmerksam. Auch im Landkreis finden zahlreiche Veranstaltungen statt.
Der Internationale Frauentag oder Weltfrauentag soll daran erinnern, dass weltweit Frauen noch immer in verschiedenen Bereichen des Lebens benachteiligt und unterdrückt werden.
Der erste Internationale Frauentag fand 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt. Er entstand als Initiative sozialistischer Organisationen im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen und die Emanzipation von Arbeiterinnen. In Deutschland stehen heute dabei vor allem die Verwirklichung der Chancengleichheit und die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen im Erwerbsleben, an politischen Entscheidungsprozessen und gesellschaftlichen Ressourcen im Mittelpunkt.
Gibt es noch Nachholbedarf in Sachen Gleichberechtigung? Das WOCHENBLATT hat Heidi Kluth, die gemeinsam mit ihrem Mann Uwe den Sanitärbetrieb „Kluth und Sohn Haustechnik“ leitet und sich u.a. im Bundesverband des Vereins „Unternehmerfrauen im Handwerk“ für die Stärkung von Frauen in Führungspositionen einsetzt, nach ihrer Einschätzung gefragt.
„Im eigenen Betrieb hab ich keine Probleme, bin Geschäftsführerin, auf Augenhöhe mit meinem Partner. Das sollte allgemein der Anspruch in Familienbetrieben des Handwerks sein“, sagt Heidi Kluth. Trotzdem glaubt sie, dass es in vielen Bereichen mit der gleichberechtigten Teilhabe noch Luft nach oben gibt. „Sowohl auf politischer, wirtschaftlicher als auch der Handwerks-ebene sehen wir, dass die Frauen noch nicht überall gleichberechtigt angekommen sind“, so Kluth.
Besondere Herausforderungen, denen Unternehmerinnen im Gegensatz zu Unternehmern gegenüber stehen, sieht sie nicht. „Allerdings ist es für Unternehmerinnen immer noch schwieriger, den Betrieb weiterzuführen, wenn sie ein Kind bekommen haben, denn sie können sich lange Auszeiten nicht erlauben“, sagt Heidi Kluth. Es gebe zwar per Gesetz Chancengleichheit, die in vielen Bereichen auch erfolgreich umgesetzt werde. „Vor allem die jungen Frauen lassen sich heute nicht mehr so leicht die Butter vom Brot nehmen. Trotzdem glaube ich, dass gerade bei der Besetzung von Führungspositionen noch Unterschiede gemacht werden“, sagt Heidi Kluth.