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Eine Freundschaft von Nenndorf bis Togo

In Togo: Friedericke (li.) zusammen mit Pierrette (Mitte) und ihrer Kollegin Magarita vom Freiwilligendienst der GIZ (Foto: oh)

Friedericke Holdorf unterstützt seit zwei Jahren eine Freundin aus Togo dabei, sich eine Zukunft aufzubauen

mi. Rosengarten. Unkomplizierte und unbürokratische Hilfe von Mensch zu Mensch. Das ist für Friedericke Holdorf aus Nenndorf nicht nur eine Phrase. Seit sie 2011 von ihrem Freiwilligen Jahr in einem Waisenhaus aus dem westafrikanischen Staat Togo zurückgekehrt ist, unterstützt sie dort eine junge Afrikanerin und deren sechsjährige Tochter dabei, sich vor Ort eine Zukunft aufzubauen.
„Ich habe Pierrette und ihre Tochter Gracia bei meiner Arbeit im Waisenhaus in Aného kennengelernt. Wir haben uns von Beginn an gemocht, heute verbindet uns eine tiefe Freundschaft“, so Friedericke Holdorf. Die Geschichte ihrer Freundin scheint dabei typisch für viele alleinstehende Frauen in Togo. Pierrette sei mit 17 Jahren Mutter geworden, das Kind war unehelich, der Vater machte sich aus dem Staub. Wegen der Schwangerschaft habe Pierrette ihre Schulausbildung vorzeitig abbrechen müssen. „Sie hatte keinen Abschluss und auch keine Familie, die ihr hilft“, sagt Friedericke. Um sich und die Tochter durchzubringen, habe Pierrette dann in dem Waisenhaus gearbeitet. „Umgerechnet 22 Euro verdient sie dort im Monat“, so Friedericke. Selbst für Togo sei das nicht viel.
Als Friedericke wieder in Deutschland ist, bleibt sie mit Pierrette in Kontakt. Eines Tages bittet die sie um Hilfe. Ihre Tochter Gracia soll eingeschult werden, doch sie könne das nicht bezahlen. Friedericke erklärt: Das Schulgeld in Togo wurde 2008 zwar für staatliche Schulen abgeschafft, allerdings gäbe es nicht überall staatliche Schulen, auch fielen Kosten für Bücher, Hefte und Schuluniformen an.
Friedericke will ihrer Freundin helfen. „Sie bat um 9,50 Euro im Monat, das sind hier nicht mal zwei Schachteln Zigaretten, dort kann ich einem Menschen damit eine Zukunft geben“, so Friedericke. Dass ihr Geld tatsächlich ankommt, da ist sich Friedericke sicher: „Pierrette und ich halten regelmäßig Kontakt über Facebook, außerdem schickt sie mir immer centgenaue Aufstellungen, wofür sie das Geld ausgeben hat.“ Früher habe sie immer für verschiedene Hilfsorganisationen gespendet, jetzt unterstütze sie eben ihre Freundin Pierrette.
Mittlerweile hat die Jurastudentin einen kleinen Spenderkreis aufgebaut, um Pierrette zu helfen. „Wir haben erreicht, dass Pierrette eine Ausbildung als Frisörin anfangen kann, indem wir für sie das Lehrgeld von ca. 460 Euro übernommen haben“, sagt Friedericke.
Als nächstes möchte Friedericke ihrer Freundin helfen, sich als Frisörin selbstständig zu machen. „Ich will ihr quasi einen Mikrokredit für einen Raum oder eine mobile Ausrüstung geben, dafür brauche ich die Hilfe weiterer Spender“, erklärt die Jurastudentin
• Wer Friedericke bei ihrer Spendenaktion unterstützen will kann sich unter E-Mail fr.it@live.de an sie wenden.