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Gefahrenstelle Gasgrill: Feuerwehr gibt Tipps

Feuerwehrmann Mike Schwendtke überprüft den Anschluss der Gasflasche mit einem sogenannten „Lecksuchspray“.
as. Klecken. Grillen, das gehört zum Sommer wie Sonnencreme und Eis am Stiel. Schinkenwurst, Nackensteak und Co. werden immer häufiger auf gasbetriebenen Geräten gegrillt. Beim Umgang mit einem Gasgrill gilt es jedoch einiges zu beachten. Jüngst wurde die Freiwillige Feuerwehr in Klecken alamiert: Ein Gasgrill stand in Flammen.
Ortsbrandmeister Dirk Behmer von der Freiwilligen Feuerwehr Klecken gibt deshalb Tipps zum richtigen Umgang mit dem Grill.
1. Grundsätzlich sollte der Grill im Freien aufgebaut werden, mit ausreichend Abstand zu brennbaren Gegenständen. Neben dem Grill sollte ein geeignetes Löschmittel bereitstehen. „Im Notfall tut es auch ein Eimer Wasser“, sagt Dirk Behmer.
2. Gaszufuhr prüfen. „Vor dem Grillen sollte man auf jeden Fall die Verbindungen und den Schlauch überprüfen“, rät der Ortsbrandmeister. Er empfiehlt, ein Lecksuchspray einzusetzen. Das wird einfach aufgesprüht. Wirft es Blasen, ist die Stelle undicht. Lecksuchsprays gibt es für rund 5 Euro im Baumarkt.
Die Verbindungen sollte man bei jedem Flaschenwechsel, oder wenn eine Flasche neu angeschlossen wird, überprüfen. Auch die Schlauchverbindung und die Dichte des Schlauches sollten regelmäßig überprüft werden. „Auch Schläuche können altern, sie werden dann brüchig oder undicht“, erklärt der Brandschützer. Zwar gibt es an manchen Grills Sicherheitseinrichtungen, die die Gaszufuhr schließen, diese müssten aber auch regelmäßig überprüft werden, da sie unter Umständen verfetten, so Behmer.
3. Den Grill nicht unbeaufsichtigt betreiben. Darauf achten, dass Kinder Abstand vom Grill halten (Verbrennungsgefahr).
4. Wird der Gasgrill nicht mehr benutzt, die Gasflasche abschrauben und die Ventile fest zudrehen, unbedingt Kappe und Schutzkappe draufsetzen. Gasflaschen sollten stehend an einem trockenen, schattigen, gut gelüfteten Ort gelagert werden, z.B. im Schuppen. „Gasflaschen gehören auf gar keinen Fall in den Keller!“ betont Dirk Behmer. Denn Gas ist schwerer als Luft, tritt es aus, kann es im Keller auf den Boden sinken und sich dort unbemerkt ansammeln - ein kleiner Funken kann schon zu einer Explosion führen.
5. Wenn ein Grill doch brennt: Zuerst 112 wählen! Dann - sofern es noch nicht zu heiß ist - die Gaszufuhr schließen und danach mit einem Wasserschlauch aus der Deckung heraus die Gasflasche kühlen.
Auch für Kohle-Griller hat Dirk Behmer einen Tipp: „Nach dem Grillen nicht die heiße Asche in die Mülltonne füllen, dadurch kann es zum Brand kommen.“