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"Immer wieder neue Ideen" - Rückblick und Vorschau im Freilichtmuseum am Kiekeberg

Landrat Rainer Rempe (v. li.), Museumsleiter Stefan Zimmermann, Fördervereinsvorsitzender Heiner Schönecke, Geschäftsführerin Carina Meyer und Stiftungsratvorsitzender Klaus-Wilfried Kienert freuen sich, im Mai die Stellmacherei in Langenrehm als neue Außenstelle des Freilichtmuseums am Kiekeberg zu eröffnen
as. Rosengarten. „Ein so gut erhaltenes Haus, das ist wie ein Sechser im Lotto!“ Begeistert führte Stefan Zimmermann, Direktor des Freilichtmuseums am Kiekeberg, jetzt durch die Räume der Museumsstellmacherei Langenrehm (Rosengarten), die am 20. Mai eröffnet wird. In seine neue Außenstelle hatte das Museum anlässlich des Jahresrückblicks eingeladen,
Bis in die 1970er Jahre stellte Stellmacher Heinz Peters in seiner Werkstatt in Langenrehm Räder und landwirtschaftliche Geräte aus Holz her. In der neuen Außenstelle tauchen die Besucher ein in den Alltag einer Handwerkerfamilie um 1930. Betrieb und Wohnhaus sind noch komplett im Zustand um 1930 erhalten. „Die Stellmacherei ist wie eine Zeitkapsel, alles wirkt so, als wäre der Besitzer nur kurz weg, einen Kaffee trinken“, sagt der Museumsdirektor. Das Herzstück ist die Werkstatt. „Mit Handwerksvorführungen wollen wir den Besuchern einen Eindruck davon verschaffen, wie früher gearbeitet wurde“, erklärte Zimmermann. Zusätzlich soll ein Café die Besucher in die Außenstelle des Freilichtmuseums locken.
Der Rückblick auf 2017 fiel durchweg positiv aus: 239.560 Besucher kamen ins Ehestorfer Museum und seine Außenstellen. Die Zahl der Fördervereinsmitglieder ist auf 12.526 gestiegen.
Personell standen im vergangenen Jahr einige Veränderungen an: Nach über 30 Jahren hat sich der langjährige Museumsdirektor Prof. Dr. Rolf Wiese in den Ruhestand verabschiedet, seit dem 1. November leitet Stefan Zimmermann gemeinsam mit Geschäftsführerin Carina Meyer die Geschicke des Museums. Auch der Vorsitz des Stiftungsrates wurde mit Klaus-Wilfried Kienert neu besetzt.
Einen großen Schritt voran ging es 2017 für die „Königsberger Straße“: Die Finanzierung ist abgeschlossen. Die „Königsberger Straße“ stellt die Kulturgeschichte der Nachkriegszeit bis in die 1970er Jahre in der ländlichen Region aus und dokumentiert das Alltagsleben von 1945 bis in die 1970er-Jahre (das WOCHENBLATT berichtete). Dafür wird im Freilichtmuseum ein ganzer Straßenzug mit teils Original-Gebäuden nachgebaut. Im Juni wird der erste Spatenstich für die „Königsberger Straße“ erfolgen. Das Museum will die Besucher schon vor dem Bau für das Thema begeistern, z.B. mit der diesjährigen Weihnachtsausstellung
„Zwischen Trümmern und Träumen“.
Zwei neue Sonderausstellungen zeigt der Kiekeberg 2018: Ab Februar geht es im Agrarium um die Deutsche Brotkultur, ab März dreht sich alles um Zugpferde. „Es ist schön, dass kein Stillstand eintritt, sondern dass wir das Museum immer mit neuen Ideen attraktiv halten“, sagte Landrat Rainer Rempe. Der Landkreis bezuschusst das Museum jährlich mit rund 1,9 Millionen Euro und verdoppelt zudem die Zustiftung des Fördervereins an die Museumsstiftung.