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Jahresbericht des Freilichtmuseums am Kiekeberg

Vor den Exponaten der neuen Ausstellung: (v. li.) Geschäftsführer Marc von Itter, Landrat Reiner Rempe, Stiftungsratsvorsitzende Heike Meyer, Fördervereinsvorsitzender Heiner Schönecke und Museumsdirektor Rolf Wiese

Auszeichnungen, Jubiläen und eine Picasso-Verlosung

as. Ehestorf. „So etwas wie das Freilichtmuseum am Kiekeberg gibt es kein zweites Mal“, zeigte sich Landrat Rainer Rempe angesichts des Jahresrückblicks beeindruckt von der Arbeit des Museums. Es sei schon besonders, wie es dem Kiekeberg gelänge, Geschichte immer wieder lebendig darzustellen und interessant zu machen, so Rempe.
Insgesamt war 2015 für das Museum ein erfolgreiches Jahr. Das Museum wurde in diesem Jahr wiederholt mit dem Museumsgütesiegel für nachhaltige und qualitative Arbeit ausgezeichnet. Als einem der ersten Freilichtmuseen in Deutschland wurde dem Freilichtmuseum und dem Museumsbauernhof Wennerstorf das Zertifikat „Barrierefreiheit geprüft“ verliehen, zudem wurde die Institution wiederholt als besonders familienfreundlich ausgezeichnet. Zwei Jubiläen gaben in diesem Jahr Anlass zur Freude: die Reihe „Familienkonzerte" feierte ihren 20. Geburtstag. Der Kulturlandkreis Harburg feierte sein fünfjähriges Jubiläum.
Das Museum kam auch bei den Besuchern gut an: Die Besucherzahlen stiegen von 192.000 auf 193.500 an. Auch der Förderverein kann sich über Zuwachs freuen: mehr als 11.000 Menschen unterstützen mit ihrer Mitgliedschaft die Arbeit des Museums.
Ein besonderes Highlight war in diesem Jahr die Verlosung einer Picasso-Lithografie zugunsten des Stiftungskapitals auf dem Fördervereinsfest. Der Druck des berühmten Künstlers war dem Verein mit der Auflage, ihn für das Stiftungskapital zu veräußern, geschenkt worden. 1.600 Euro ergab die kreative Aktion. „Wir sind dankbar für die Unterstützung, die wir von allen Seiten erfahren“, so Marc von Itter, Kaufmännischer Geschäftsführer des Museums. 2015 konnten nach Angaben Itters mehr als 200.000 Euro für das Stiftungskapital gewonnen werden. Unterstützt wird das Museum auch von den 310 Ehrenamtlichen, die im letzten Jahr z.B. im Museumsladen oder bei der Restauration, insgesamt mehr als 22.000 Stunden Arbeit geleistet haben.
Großen Anlass zur Freude gab es im November: das Projekt „Königsberger Straße“, bei dem eine Baugruppe aus Wohnhäusern, Läden und einer Tankstelle die Zeit von 1945 bis 1980 zeigen soll, erhielt die Zusage zu einer Förderung von 3,84 Millionen Euro aus Bundesmitteln. In etwa sechs bis sieben Jahren soll das Projekt fertig sein.

Highlight 2016: "Spielwelten"

Im Mai wird die neue Dauerausstellung „Spielwelten“ eröffnet. Auf 650 Quadratmetern zeigt „Spielwelten“ die Entwicklung von Spielen und Spielzeug von den 1950er bis in die 1980er Jahre, inklusive drei nachgebauter Spielwarengeschäfte von 1900, 1950 und 1980. Über 1000 Exponate und viele Mitmachstationen laden zum Staunen und Ausprobieren ein. Die Besucher erwarten u.a. ein Kasper-Theater, eine Playmobil-Ritterburg und als besonderes Highlight eine 200 Meter lange Murmelbahn.