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Kirche für den Klimaschutz

Peter Vollmer möchte die Emissionen der Kirche Vahrendorf verringern
as. Vahrendorf. Peter Vollmer sitzt mit seinem Laptop in der Kirche. Auf dem Bildschirm ist ein Diagramm abgebildet. Der stellvertretende Kirchenvorstand der Erlöserkirche in Vahrendorf wertet den Energieverbrauch der Kirchengemeinde aus, denn die Erlöserkirchengemeinde will ihren Schadstoffaustoß reduzieren.
„Unser größtes Einspar-Potenzial liegt im Nutzerverhalten“, sagt Peter Vollmer. Wann und wie werden die Räume genutzt, wo lässt sich die Auslastung optimieren, um Energie und Ressourcen zu sparen? In der Kirche und im Gemeindehaus werden u.a. Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Energieverbrauch gemessen. Diese Daten wertet Vollmer auf seinem Laptop aus. „Vielleicht kann man schon durch kleine Änderungen die Emissionen verringern“, sagt Vollmer.
Jüngst wurde die Kirchengemeinde für ihr Engagement im Umwelt- und Klimaschutz ausgezeichnet. Sie hat am Ökoprofit-Programm (Ökologisches Projekt für integrierte Umwelt-Technik) teilgenommen. Mit Hilfe eines Umweltmanagementsystems sollen die Betriebskosten gesenkt und gleichzeitig natürliche Ressourcen geschont werden.
Die Nordkirche hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2021 ihre Emissionen von 140.000 Tonnen Kohlendioxid jährlich (2016) auf 103.000 Tonnen jährlich zu verringern. 2050 soll die Nordkirche klimaneutral sein. Vollmer hat das Ökoprofit-Programm an die Erlöserkirche angepasst und ein Handbuch für die Gemeinde erarbeitet, in dem die geplante Vorgehensweise festgehalten ist.
Für die Vahrendorfer Kirche schätzt Vollmer die jährlichen Emissionen auf rund 125 Tonnen CO2. Dabei werden nicht nur Kirche und Gemeindehaus, sondern auch Pastorat, Kindergarten und Fortbewegungsmittel mit einbezogen. Bis 2021 möchte die Gemeinde ihre Emissionen auf rund 92 Tonnen im Jahr reduzieren.
Die ersten Maßnahmen wurden schon umgesetzt: In einem Teil der Fenster wurde die Einfachverglasung bereits durch eine besser isolierte Doppelverglasung ersetzt. „Wir sind dafür auf Spenden angewiesen und werden die restlichen Fenster nach und nach austauschen“, sagt Peter Vollmer. Als nächstes sollen in der Kirche energiesparende LED-Leuchten zum Einsatz kommen. „Es geht aber nicht nur darum, Strom zu sparen“, sagt Peter Vollmer. Denn um die Emissionen zu reduzieren, will die Kirche u.a. auch auf ökologische Reinigungsmittel und Büromaterialien zurückgreifen. Zudem will Vollmer prüfen, ob nicht statt des bisherigen Kleinbusses ein E-Fahrzeug von der Kirchengemeinde genutzt werden könnte.
Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind kein neues Thema für die Gemeinde. Sie bezieht bereits seit einigen Jahren Ökostrom, zudem ist „Nachhaltigkeit“ seit 2015 ein ständiger Tagesordnungspunkt auf den Sitzungen des Kirchenbeirats.
„Unsere Kirche ist zwar klein, aber wir können trotzdem etwas bewegen“, betont Peter Vollmer.