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Landwirtschaft ist für das Bienensterben mitverantwortlich

Für die Landwirtschaft unerlässlich und doch von ihr massiv bedroht: Die Honigbiene (Foto: Fotolia// Prudek)
(mi). Das große Bienensterben ist ein Problem - auch in der Region schlagen Imker Alarm.
Martin Brandt aus Quarrendorf ist als Nebenerwerbs- Imker mit seinen Bienenvölkern in ganz Norddeutschland unterwegs.
„Das Problem der Biene sind nicht Milben, sondern die industrialisierte Landwirtschaft“, sagt der Imker. Immer mehr Grünflächen verwandelten sich in
Maismonokulturen, die Bienen keinerlei Nahrungsgrundlage böten. Der oft rücksichtlose Einsatz von Pestiziden, zum Beispiel beim Raps, tue ein übriges. Denn viele der Gifte wirkten sich negativ auf die Vitalität der Bienen aus. „Die Bauern verusachen so das langsame aber sichere Aussterben der Bienen.“
Der Imker ist sich sicher, wollen wir die Bienen retten, geht das nur zusammen mit den Landwirten. Allerdings: Nur staatlich subventionierte Blühstreifen an den Feldrändern anzulegen, reiche bei Weitem nicht. Brand: „Will man der Biene wirklich helfen, müssen EU-weit rund zehn Prozent der Agrarflächen als Grünland brach liegen - derzeit sind es gerade mal die Hälfte.“

Prozent überlebten den Winter nicht

In Deutschland haben in diesem Jahr rund 23 Prozent aller Bienenvölker den Winter nicht überlebt. Normal sei ein Verlust von um die zehn Prozent. Diese Zahlen ermittelte der Deutsche Imkerbund.

Fleißige Vielflieger

Bienen sind fleißige Vielflieger: 120.000 Kilometer legt ein Bienenvolk für die Produktion von 500 Gramm Honig zurück. Dabei besucht die einzelne Biene bis zu 400 Blüten am Tag und „beackert“ ein Areal von mehr als zehn Quadratkilometern.

Obst & Gemüse als Luxusprodukte?

Keine Erdbeeren, keine Äpfel kaum Gemüse - ohne die Biene wäre es in unseren Supermärkten vorbei mit der bunten Lebensmittelvielfalt.
Rund 85 Prozent der Obst- und Gemüseproduktion sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Stirbt die Biene aus, wird der Apfel zum Luxusprodukt.

Imker zieht es in die Städte

Das sollte zum Nachdenken anregen: Imker zieht es mittlerweile vermehrt in die Großstädte. Stadtbäume und Parkanlagen bieten ihren Bienen oft mehr Nahrung als die Agrarwüsten auf dem Land.

Beliebt bei Langfingern

Kaum zu glauben: Bienendiebstahl kommt im Alten Land immer häufiger vor. Allein in den vergangenen Wochen entwendeten Unbekannte mehrfach Bienenvölker, der Schaden geht in die Tausende.

Gartenbesitzer können was für Bienen tun

Wer Bienen helfen will sollte nektarreiche Blumen und Kräuter anpflanzen. Wie man eine sogenannte "Bienenweide anlegt, darüber informiert der Deutsche Imkerbund unter: http://www.deutscherimkerbund.de/167-Bienen_Bestae...
Lesen Sie auch unseren Schwerpunkt zum Thema Bienensterben im
WOCHENBLATT vom 2. Mai (Nr. 18a-44Jg)