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Methangas-Sanierung am Sportplatz "Dunkenkuhle" in Tötensen abgeschlossen / Instandsetzung ist unwahrscheinlich

Hans-Peter Krause, Vorsitzender der Turnerschaft Westerhof vor dem Vereinsheim. Deutlich zu sehen sind die Verformungen im Dach.
mi. Tötensen/Westerhof. Die Methangas-Sanierungen auf dem Sportplatz „Dukenkuhle“ in Tötensen sind abgeschlossen. Die erhoffte Instandsetzung wird wegen weitere Bodensetzung jedoch schwierig.
„Die Methangaskonzentration unter dem Sportplatz „Dunkenkuhle“ in Tötensen hat ein ungefährliches Niveau erreicht“. Das teilte Wolfgang Schreier von der zuständigen Spezialfirma jetzt auf einer Sitzung des Ortsrates Tötensen/Westerhof mit.
Von 2007 bis 2013 hatten die Experten über Rohrleitungen Sauerstoff in den Untergrund gepumpt und entstehendes Methan abgesaugt. Hintergrund: Unter dem Sportplatz und den angrenzenden Grundstücken liegt eine der gefährlichsten Altlasten im Landkreis Harburg. Vor über 40 Jahren wurde hier Gewerbemüll und teilweise Chemieabfälle u. a. aus Hamburg entsorgt und das Gebiet später verfüllt. Auf der ehemaligen Müllkippe entstanden Häuser und ein Sportplatz.
Aus der Deponie traten jedoch bald Methangase und Giftstoffe aus. Die Folge: Die Häuser mussten aufgegeben werden. Ihre Besitzer sind aus der Staatskasse entschädigt worden. Der Sportplatz wurde durch Bodensenkungen stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Vereinsheim ist krumm und schief, der das Spielfeld wellig und die Tribüne abgesackt. Eigentümer des Geländes ist die Gemeinde Rosengarten, die das Areal noch bis zum Jahr 2027 an die Turnerschaft Westerhof verpachtet hat.
Jetzt ist klar: Die Hoffnungen der Turnerschaft Westerhof und des ebenso betroffenen Tennisclub Westerhof, dass nach Abschluss der Gas-Sanierung die Instandsetzungsarbeiten beginnen können, werde sich wohl nicht erfüllen. Laut Gunnar Peter von der Abteilung Boden, Luft und Wasser des Landkreis Harburg, wird es auf dem Gelände weiterhin zu Bodensetzungen kommen. Peter stellte fest: Der Landkreis habe lediglich die Pflicht zur „Gefahrenabwehr“, die sei mit der Gas-Sanierung abgeschlossen. Der Platz sei nutzbar. Bevor allerdings gebaut werden könnte, müsse ein Sachverständiger zurate gezogen werden.
Diese Aussagen sorgten für einige Irritation. Bei den Betroffenen und wie es scheint auch bei der Gemeinde war man davon ausgegangen, dass nach Ende der Gas-Sanierungen eine Instandsetzung beginnen könne. Wie sonst ist zu erklären, dass vorsorglich 20.000 Euro Planungskosten in den Haushalt eingestellt wurden. Turnerschaft und Gemeinde Rosengarten wollen jetzt über das weitere Vorgehen beraten.
Vereinsvorsitzender Peter Krause sagte: „Wenn es weiter zu Bodensetzungen kommt, hat der Neubau unseres Vereinsheims keinen Sinn.“ Ein Standortwechsel käme für die Turnerschaft aber nicht infrage. Krause: „Die Lage, abgesehen vom Untergrund, ist optimal.“ Der Vorsitzende will jetzt erreichen, dass zumindest der Fußballplatz begradigt wird. Hier sieht Krause auch den Landkreis in der Pflicht der sei schließlich für die Altlast verantwortlich.