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Nachkriegszeit wird im Museum erlebbar gemacht

Museumsdirektor Stefan Zimmermann (v. li.), Kaufmännische Geschäftsführerin Carina Meyer und Stiftungsratsvorsitzender Klaus-Wilfried Kienert blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück (Foto: FLMK)
Projekt "Königsberger Straße" startet im Freilichtmuseum am Kiekeberg / Das Leben in der Zeit von 1949 bis 1970 wird dargestellt

as. Ehestorf. Ein bundesweit einmaliges Projekt startet jetzt das Freilichtmuseum am Kiekeberg: Am 15. Juni erfolgt der erste Spatenstich für die "Königsberger Straße": Ein ganzer Straßenzug, sechs Häuser, einschließlich Gärten, Straßenlampen, Litfaßsäule und Telefonzelle, werden in den kommenden sechs Jahren auf dem Museumsgelände errichtet. Ausstellungen, Führungen, Mitmach-Aktionen und andere Begleitprogramme zeigen den Alltag auf dem Dorf zu der Zeit von 1949 bis 1970 und seinen Wandel.
„Die Umbrüche in dieser spannenden Zeit betreffen jeden Dorfbewohner“, sagt Museumsdirektor Stefan Zimmermann. „Wir stellen dar, wie Einheimische, aber auch Neubürger, die Aufbauzeit erlebten.“ Über zwölf Millionen Flüchtlinge, Vertriebene und Evakuierte, dazu ca. zehn Millionen ehemalige Zwangsarbeiter gab es in West-Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. „Der Landkreis Harburg nahm überproportional viele Menschen auf. Wohnten hier 1939 noch 62.602 Menschen, waren es zehn Jahre später bereits 124.397. Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage und der Zuzugsbeschränkungen in Hamburg sowie die Nähe zur Sowjetischen Besatzungszone stieg die Zahl auch in den folgenden Jahren weiter“, erläutert Stefan Zimmermann.
In den Häusern illustrieren Bewohnergeschichten und Einzelschicksale aus dieser Zeit besonders eindringlich die Auswirkungen auf den Einzelnen. Das Museum wählte regionaltypische Gebäude mit aussagekräftigen Geschichten aus, die in gleicher Weise für die gesamtdeutsche Entwicklung stehen: eine Tankstelle mit angeschlossener Werkstatt; eine Ladenzeile mit modernen Geschäften; ein Doppelhaus und ein Siedlungshaus, selbst aufgebaut durch Flüchtlinge, Vertriebene und Ausgebombte; einen Aussiedlerhof, ein landwirtschaftlicher Betrieb mit hohem Technisierungsgrad außerhalb des Dorfes sowie ein Fertighaus als neuer Bautyp.
Erstmals wird die Kulturgeschichte der Nachkriegszeit bis 1970 in der ländlichen Region erforscht und durch den Aufbau von Häusern und einer umfassenden Ausstellung gezeigt. Noch kann das Museum einzelne Nachkriegsgebäude im Originalzustand sichern, viele Menschen aus der Erlebnisgeneration geben ihr Wissen an die Wissenschaftler weiter und Dokumente der Zeit gehen in die Sammlung des Museums über. Dies ist das Gedächtnis für die folgenden Generationen.
Zahlreiche Förderer unterstützen des einmalige Projekt „Königsberger Straße“, vor allem die Bundesregierung mit 3,84 Millionen Euro. Weitere Unterstützer sind das Land Niedersachsen, der Landkreis Harburg, der Förderfonds Hamburg/Niedersachsen der Metropolregion Hamburg, die Stiftung Niedersachsen, die Stiftung Hof Schlüter, die Niedersächsische Sparkassenstiftung, die Stiftung der Sparkasse Harburg-Buxtehude, der Lüneburgische Landschaftsverband, die Klosterkammer Hannover, die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung und der Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg. Das Gesamtprojekt ist auf 6,18 Millionen Euro angelegt.


Erfolgreich gewirtschaftet

Nicht nur in der Drittmittelwerbung ist das Freilichtmuseum im vergangenen Jahr erfolgreich gewesen, auch die Jahresbilanz für die Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg fällt positiv aus: Der Jahresabschluss des operativen Geschäfts in 2017 liegt mit 16.000 Euro im Plus. Das berichtete jetzt die Kaufmännische Geschäftsführerin Carina Meyer auf der Stiftungsratssitzung. Auch das Stiftungskapital hat sich weiter positiv entwickelt und ist auf 2,25 Millionen Euro angewachsen. Es ist der erste Jahresabschluss, den Carina Meyer zusammen mit Museumsdirektor Stefan Zimmermann vorlegt. Stefan Zimmermann verantwortet seit dem 1. November 2017 die inhaltliche Ausrichtung der gesamten Stiftung.
Mit den Erträgen von insgesamt 3.208.000 Euro deckt das Museum unter anderem die Personalkosten für die rund 70 Mitarbeiter, die Betriebskosten sowie die umfangreichen Instandhaltungskosten für die historischen Häuser und die Infrastruktur.
Auch das Stiftungskapital entwickelt sich weiter erfreulich: in Geld- und Sachwerten betrug das Stiftungskapital zum Jahresabschluss 2,25 Millionen Euro. Nicht nur in der Drittmittelwerbung ist das Freilichtmuseum im vergangenen Jahr erfolgreich gewesen, auch die Jahresbilanz für die Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg fällt positiv aus: Der Jahresabschluss des operativen Geschäfts in 2017 liegt mit 16.000 Euro im Plus. Das berichtete jetzt die Kaufmännische Geschäftsführerin Carina Meyer auf der Stiftungsratssitzung. Auch das Stiftungskapital hat sich weiter positiv entwickelt und ist auf 2,25 Millionen Euro angewachsen. Es ist der erste Jahresabschluss, den Carina Meyer zusammen mit Museumsdirektor Stefan Zimmermann vorlegt. Stefan Zimmermann verantwortet seit dem 1. November 2017 die inhaltliche Ausrichtung der gesamten Stiftung.
Mit den Erträgen von insgesamt 3.208.000 Euro deckt das Museum unter anderem die Personalkosten für die rund 70 Mitarbeiter, die Betriebskosten sowie die umfangreichen Instandhaltungskosten für die historischen Häuser und die Infrastruktur.
Auch das Stiftungskapital entwickelt sich weiter erfreulich: in Geld- und Sachwerten betrug das Stiftungskapital zum Jahresabschluss 2,25 Millionen Euro.