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Nicht nur für grüne Daumen: Ausstellung „Aufgeblüht! Norddeutsche Gartenkultur“ im Freilichtmuseum

Haben die Ausstellung eröffnet (v. li.): Landrat Rainer Rempe, Museumsdirektor Prof. Dr. Rolf Wiese, Ausstellungskuratorin Vera Dembski, Heiner Schönecke (Vorstandsvorsitzender des Fördervereins), Stiftungsratsvorsitzender Klaus-Wilfried Kienert, Museumsgärtner Matthias Schuh (vorn sitzend), Kaufmännische Geschäftsführerin Carina Meyer und Abteilungsleiter Volkskunde Alexander Eggert
as. Ehestorf. Rund 15 Milliarden Euro werden in Deutschland pro Jahr für den Garten ausgegeben. Ob zur Selbstversorgung durch den Anbau von Gemüse und Obst, als repräsentativer Ziergarten oder als Freizeitoase: Die Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten von Gärten sind vielfältig und haben sich in den vergangenen Jahrhunderten gewandelt. Die neue Sonderausstellung „Aufgeblüht! Norddeutsche Gartenkultur“ im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Am Kiekeberg 1) in Rosengarten-Ehestorf nimmt die Besucher mit auf eine Zeitreise durch die Gartenkultur vom klassischen Bauerngarten bis zu aktuellen Trends wie „Urban Gardening“.
„Das wichtigste Gerät im Garten ist für viele Gärtner die Rosenschere“, sagt Ausstellungskuratorin Vera Dembski. Die Schere ist erst Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland verbreitet und ist u.a. mit ihrem Vorgänger, der Hippe, einem kleinen Messer mit scharfer gebogener Klinge, in der Ausstellung zu sehen. Die Ausstellung informiert anschaulich über Entwicklungen in der Pflanzenzucht, Gartenkunst, aber auch Gartenmöbel, -geräte und -dekoration. Auch der Gartenzwerg und seine Geschichte sind vertreten.
Von der Beliebtheit des Gartens und Gärtnerns zeugen heute u.a. steigende Auflagen bei Garten- und Landleben-Zeitschriften und Garten-Blogs. Auch schon im 18. Jahrhundert informierten sich Gartenliebhaber so über neue Sorten, Gartengeräte und Schädlingsbekämpfung. Den Gartenzeitschriften widmet sich eine Ausstellung im Agrarium.
In voller Pracht lässt sich Gartenkultur in den historischen Gärten des Museums erleben. Vom kleinbäuerlichen Erwerbsgarten um 1900 über den Selbstversorgergarten in der Nachkriegszeit spiegeln die passend zu den jeweiligen Gebäuden angelegten Gärten im Freilichtmuseum kulturelle Entwicklungen wieder. Noch bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts waren die klassischen ländlichen Bauerngärten als Nutzgarten angelegt, während heute eher Freizeit- und Repräsentationszwecke Mittelpunkt stehen.
• Das Freilichtmuseum bietet passend zur Sonderausstellung das ganze Jahr über ein buntes Rahmenprogramm zur Gartenkultur an. Unter anderem nimmt der durch Fernsehauftritte bekannte „Extrembotaniker“ Jürgen Feder am Samstag und Sonntag, 6./7. Mai, sowie am Samstag und Sonntag, 8./9. Juli, jeweils von 11 bis 14.30 Uhr Besucher mit auf eine „Botanik-Safari“ durch die Gärten und das Gelände des Freilichtmuseums. Die Kursgebühr beträgt 25 Euro inklusive Museumseintritt. Anmeldung unter Tel. 040-7901760 oder per E-Mail an info@kiekeberg-museum.de. Mehr Infos auf http://kiekeberg-museum.de/aufgeblueht.html.