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Parkhaus statt Flüchtlingsheim am Bahnhof Klecken?

Die zerstörte Unterkunft. Geht es nach Steffen Lücking, sollte auf dem Grundstück besser ein Parkhaus gebaut werden

mi. Klecken. Die abgebrannte Sozialunterkunft in Klecken soll laut Gemeinde Rosengarten, nachdem die Ermittlungen abgeschlossen und Versicherungsfragen geklärt sind, abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden (das WOCHENBLATT berichtete). Unternehmer Steffen Lücking, im Kreis als Bauunternehmer von Mehrfamilienhäusern bekannt, schwebt eine andere Nutzung für das Grundstück vor: Sein Vorschlag: Dort ein Parkhaus bauen.

Für den Wiederaufbau der Flüchtlingsunterkunft gebe es in Rosengarten und wohl auch in Klecken ausreichend geeignete Flächen, nicht so für ein Parkhaus. Das Bahnhofsgrundstück sei ideal: Es biete nicht nur direkte Verkehrsanbindung, sondern durch seine Tal-Lage wäre selbst ein zweigeschossiges Gebäude von der Straße aus kaum sichtbar. So könnten dort bis zu 500 neue Stellplätze entstehen, ohne dass die Bevölkerung auf ein „Automeer“ blicken müsse. „Ich hoffe, dass die Politik die einmalige Chance, die dieses Schlüsselgrundstück bietet, erkennt“, so Lücking. Das Parkhaus sei eine zukunftssichere Lösung für Rosengarten und es müsse auch nicht wieder Ackerland für Autostellflächen versiegelt werden. Der geplante Parkplatz an der Bürgermeister-Glade-Straße sei schon im Vorfeld zu klein geplant. Lücking gibt zu bedenken, dass der neue Pendler-Parkplatz acht bis zehn Stunden am Tag genutzt werden wird. Die Parkfläche läge darüber hinaus an der falschen Seite, sodass Bahnkunden gezwungen seien, die Straße zu überqueren, um zum Bahnhof zu gelangen.
Laut den Plänen der Gemeinde soll das Gleis Richtung Hamburg allerdings über eine Treppe direkt vom Parkplatz erreichbar sein.
Für die Finanzierung des Parkhauses schlägt Steffen Lücking vor, Zuschüsse von Bund und Land zu nutzen. Außerdem sollte die Bahn mit ins Boot geholt werden. Auch private Investoren - seine Person eingeschlossen - seien sicher an dem Projekt interessiert. Lücking: „Die Rendite ist durch die zu erwartende Auslastung bis in die Zukunft gesichert, damit sind auch Banken für die finanzielle Absicherung einer solchen Investition zu gewinnen.“
Bei der Gemeinde Rosengarten hat man sich mit einem solchen Vorschlag bisher nicht beschäftigt. „Es gibt keine Überlegungen zu einem Parkhaus.“ Es sei höchstens denkbar, auch wenn es keine konkreten Pläne gebe, nach dem Abriss der Brandruine dort vorübergehend Stellplätze zu schaffen. Geplant wäre allerdings, auf dem Grundstück wieder eine Sozialunterkunft zu bauen. Schließlich gehe man davon aus, dass der neue P+R-Platz ausreichend sei, um die Parkprobleme am Bahnhof zu beheben, teilte Erster Gemeinderat Carsten Peters auf Anfrage des WOCHENBLATT mit.