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Radtour durch Rosengarten: Schöne (Irr-)Fahrt durchs Grüne

Wo geht es lang? Auf der Karte ist die Route zwar eingezeichnet, für mich aber unterwegs kaum zu finden
 
Eine nette Begegnung in Vahrendorf: Brigitte und Beat Blaser aus der Schweiz

WOCHENBLATT-Redakteurin testet per Mountainbike eine der schönsten Radstrecken Niedersachsens


ab. Rosengarten. Meine Tour beginnt mit einem schlechten Gewissen: Ich, WOCHENBLATT-Redakteurin Alexandra Bisping, habe keinen Fahrradhelm dabei. Bei meinem geplanten Vorhaben sollte er jedoch Bestandteil meiner Ausrüstung sein. Trotz fehlenden Helms trete ich sie aber an, die „Mountainbike-Tour Rosengarten“, die zu den 100 schönsten Radtouren Niedersachsens zählt. Getestet und bewertet haben die Touren Hörer des Radiosenders Antenne Niedersachsen. Auf der Internetseite des Regionalparks Rosengarten steht in der Touren-Beschreibung „M1“, der von mir ausgewählten, 15 Kilometer langen Route, dass sie sowohl für „Einsteiger als auch erfahrene Biker“ geeignet sei.

Ich starte am Rande der Rosengartenstraße. Auf der dortigen Info-Karte ist die Strecke rot gekennzeichnet, mein Ausgangspunkt unter „Sieversen Sunder“ markiert. Motiviert steige ich auf meinen Drahtesel und radle los. Herrlich sommerliches Grün umgibt mich, angenehme Frische und Stille. Doch schon bald merke ich, dass ich vom Weg abgekommen sein muss. Ich lande nicht beim „Paul-Roth-Stein“, sondern erst in Vahrendorf-Siedlung und danach in Vahrendorf, das zwar auch schön ist, aber eindeutig nicht zur Route „M1“ gehört.

Etwas ratlos stehe ich vor dem Wegweiser. Hier bin ich definitiv falsch. Ich drehe um und fahre zurück zu dem auf der Route verzeichneten Punkt „Großmoddereiche“, den ich bereits einmal passiert hatte. Tatsächlich treffe ich da auf eine ältere Dame und ihren kleinen Enkel. Wie ich zum „Paul-Roth-Stein“ komme, frage ich und folge anschließend ihrer Beschreibung. Reiter hoch zu Pferde begegnen mir, der sandige Weg ist aufgewühlt und sogar für Mountainbikes ungeeignet.

Ich steige ab und schiebe und stoße auf einen Wegweiser, der diese Strecke eindeutig als nicht für Mountainbikes geeignet ausweist. Wieder fahre ich zurück, weiterhelfen kann mir die ältere Dame jetzt auch nicht mehr. Ich fasse einen Entschluss: nämlich von der Route abzuweichen und einfach „ins Blaue“ hineinzuradeln. Dabei genieße ich meine Tour jetzt ohne Plan, gelange auch so an einen weiteren Punkt auf der Route, dem Karlstein, und treffe irgendwann gut gelaunt wieder an meinem Ausgangspunkt „Sieversen Sunder“ ein.

Mein Fazit: Die traumhaft schöne Natur rund um die Rosengartenstraße ist ein lohnendes Ausflugsziel. Für die Strecke „M1“ hätte ich mir allerdings eine bessere Markierung gewünscht, denn auch für Orientierungsnieten wie mich sollte eine vorgegebene Tour ohne Navi und Karte gut zu finden sein.

Eidgenossen on Tour


An einem Wegweiser in Vahrendorf begegne ich einem sehr netten Ehepaar, mit dem ich gleich ins Gespräch komme: Brigitte und Beat Blaser (Foto links) aus Baden (Schweiz) haben von ihrem Heimatort aus eine 14-tägige Radtour gemacht. Gut 1.200 Kilometer sind sie gefahren und ganz angetan vom Fahrradwegenetz in Deutschland. „Jetzt kommt unsere letzte Etappe nach Hamburg, dort bleiben wir ein paar Tage“, sagt Brigitte Blaser. „Danach geht es mit dem Zug zurück in die Schweiz.“

• Mehr Infos zu allen Fahrradstrecken im Regionalpark Rosengarten unter Tel. 04181 - 282810 oder unter www.regionalpark-rosengarten.de.