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Rot-Armisten im Neubaugebiet - Vortrag zur Gechichte Kleckens im Zweiten Weltkrieg

Wann? 15.02.2015 17:00 Uhr

Wo? Dat Ole Fösterhuus, Forsthaus, 21224 Rosengarten DE
Auch historischen Zeitungen dienten Hans-Hubertus Koch als Quelle für seine Recherchen
Rosengarten: Dat Ole Fösterhuus | mi. Klecken. Wie erlebten die Einwohner Kleckens den 2. Weltkrieg? Zu diesem Thema referiert der pensionierte Lehrer Hans-Hubertus Koch am Sonntag, 15. Februar, um 17 Uhr im “Dat ole Fösterhuus” beim Verein Postkutsche Lüneburger Heide.
Akribisch hat Hans-Hubertus Koch zur Geschichte Kleckens im 2. Weltkrieg und während der Herrschaft der Nationalsozialisten geforscht; Zeitzeugen interviewt, Archive in Deutschland und dem Ausland besucht. Dabei stieß er auf Interessantes und Verdrängtes. So haben zum Beispiel auch im damals 600 Einwohner zählenden Klecken die Verhandlungen zur kampflosen Übergabe Hamburgs an die Engländer stattgefunden. „Allerdings nicht die Hauptverhandlungen, auch wurde das Vertragswerk nicht hier unterzeichnet“, betont Koch.
Weniger gerne spricht man im Ort über das Lager für russische Kriegsgefangene in dem schon lange abgerissenen Lokal „Waldburg“ in der Waldsiedlung. Auf dem Areal entsteht gerade ein Neubaugebiet. Allerdings: „Wer mit der Bahn fährt, kann noch heute die Wasserkaskaden im Bahndamm sehen, die die internierten Rotarmisten bauen mussten“, erzählt Koch. Militärisch war Klecken von Bedeutung, weil es zum Verteidigungsring für Hamburg gehörte. Dort, wo heute die Kiesgrube Richtung Hittfeld liegt, sei damals eine riesige Scheinwerferbatterie für die Flak aufgestellt gewesen, erzählt der Heimatforscher.
Das Ende des Krieges erlebten die Klecker übrigens kampflos. „Zum Glück haben sich damals besonnene Kräfte durchgesetzt und diejenigen in die Schranken gewiesen, die bis zum letzten Blutstropfen kämpfen wollten“, sagt Koch. Diese und viele weitere Hintergründe erklärt der Heimatforscher in seinem Vortrag.