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Siedlung Vahrendorf: Starker Verkehr auf kleiner Straße

„Ab hier wird es richtig laut“: Anwohner Peter Adler zeigt den Übergang von der Asphalt- zur unebenen Teerpiste

Anwohner genervt: Für Verkehrsaufkommen im Paul-Roth-Stein-Weg in Vahrendorf muss eine Lösung her


ab. Vahrendorf. Ein asphaltierter Weg, der mitten im Wald abbricht, aber dennoch stark befahren wird. Ein unvollendeter Bürgersteig, der urplötzlich endet und auch Kinder auf die Straße zwingt. „Wir sind der vergessene Ortsteil“, sagt der Vahrendorfer Peter Adler verärgert. Was Adler meint: Durch den Paul-Roth-Stein-Weg, einer kleinen Straße in der Vahrendorf-Siedlung mit Tempozone 30, fahren unter der Woche wiederholt Lkw mit bis zu 70 Kilometer pro Stunde. „Ich wollte mal sehen, wie schnell sie sind, und bin ihnen hinterhergefahren“, sagt Adler.

Der Weg der Lkw endet im Wald an einem privaten Grundstück, einem Lagerplatz. Verlassen die Fahrzeuge die asphaltierte Straße dort, wo der Weg uneben und steinig werde, gebe es jedes Mal einen Höllenlärm, so der Anwohner.

Nicht nur die Lkw sind zu schnell unterwegs: Am Wochenende passieren auch die Naherholungssuchenden aus Hamburg und Umgebung den Paul-Roth-Stein-Weg eindeutig zu flott. „Ich habe nichts gegen Naherholer, aber auch für sie gilt Tempo 30“, ärgert sich Adler.

Viele Autofahrer merken erst am Ende der Straße, dass es im Wald nicht mehr weitergeht. Sie wenden und fahren zurück. Schon einmal hatte Peter Adler bei der Gemeinde um das Aufstellen eines Sackgassenschildes zu Beginn der kleinen Straße gebeten. Doch bis heute ohne Erfolg. „Hier wohnen und spielen Kinder, das ist einfach zu gefährlich“, sagt er.

Als ebenso gefährlich stuft der Anwohner den Bürgersteig im Paul-Roth-Stein-Weg ein. Dieser endet unvermittelt. „Fußgänger - und da zu gehören auch Schulkinder - müssen auf der Straße weitergehen.“

Carsten Peters von der Gemeindeverwaltung sagt auf WOCHENBLATT-Nachfrage dazu: „Bis jetzt hat die Gemeinde am Paul-Roth-Stein-Weg noch nichts geplant, aber ich kann mir vorstellen, dass dort Maßnahmen ergriffen werden.“ Dazu müsse keine Riesenplanung erfolgen, dennoch müsse auch der Ortsrat aktiv werden. „Unvollendete“ Bürgersteige gebe es immer wieder, z.B. auch in Ehestorf. Warum diese Fußgängerwege im Nirgendwo enden, sei ihm nicht bekannt. „Solche Maßnahmen müssen ebenfalls über den Ortsrat laufen und dann im Ausschuss diskutiert werden“, sagt Peters.