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Sind hier Gäste wirklich weiter willkommen?

Ob die Besitzer der "hochwertigen Grundstücke" ihre späteren Domizile wirklich als "Gästehaus" zur Verfügung stellen wie das Schild verspricht?
MOMENT MAL:
Da sage noch einer: Die Reichen denken nur an sich. Vorbildlich sind jedenfalls die Besitzer der acht hochwertigen Grundstücke auf dem Areal des abgerissenen kirchlichen Gästehauses „Haus Tanneck“ in der Klecker Waldsiedlung. Sie wollen in ihren Domizilen auch Reisenden Unterkunft bieten. Das entspricht schließlich der christlichen Tradition des Grund und Bodens dort!
Oder wie ist dieses Schild an der Grundstücks­einfahrt zu erklären? Sind die Bauherren zur Refinanzierung ihrer Häuser schlicht auf die Zimmervermietung angewiesen? Vielleicht hat der Geldsegen aus dem Verkauf des Grundstücks den Vorbesitzer, dabei handelt es sich um den evangelisch-lutherischen Gesamtverband Harburg, so überwältigt, dass man dort vor lauter „Glück“ glatt vergessen hat, den Wegweiser zum „Haus Tanneck“ abzumontieren.
Welch Ironie: Da wollte man den Deal um das Gästehaus möglichst ohne viel Aufsehen über die Bühne bringen. Und jetzt sorgt ein vergessenes Schild dafür, dass jeder sich die Frage stellen kann, warum hier aus einem Gäste-
haus für Alle exklusives Bauland für Wenige wurde? Warum die Gemeinde Rosengarten, die doch ein Vorkaufsrecht für jedes Grundstück auf Gemeindegebiet besitzt, hier so großzügig darauf verzichtet hat? Warum die Möglichkeit, das Grundstück zu kaufen, niemals öffentlich erörtert wurde? Bevor solch kritische Fragen die Runde machen, lieber schnell weg mit dem Schild. Dann ist bald Gras - oder in Anbetracht der neuen Grundstückseigner - feiner Rasen über die Sache gewachsen.
Mitja Schrader