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Von Miró bis Buchstabennudel: Kunstprojekt in der Grundschule Nenndorf

Wie im vergangenen Schuljahr bietet Susanne Bartz auch in diesem Jahr die Kunst-AG in Nenndorf an. Statt Höhlenmalerei wird jetzt das Alphabet künstlerisch erforscht
as. Nenndorf. Höhlenmalerei, Lichtskultpuren oder Einlinien-Tiere aus Draht: Susanne Bartz hat viele Ideen, wenn es darum geht, den Grundschülern in Nenndorf Kunst näher zu bringen. Seit etwa einem Jahr bietet sie ehrenamtlich für zwölf Schüler der dritten und vierten Klasse die Kunst-AG an. In diesem Schuljahr wird das Kunstprojekt von der Stiftung Ravensburger Verlag gefördert, damit ist die Grundschule Nenndorf eine von 16 Schulen in Niedersachsen, die den Förderpreis erhält.
„Bei uns geht es nicht um Perfektion“, sagt die gelernte Grafik-Designerin Susanne Bartz. Vielmehr sollen die Kinder ihre ganz ohne Leistungsdruck ihre künstlerischen Talente entdecken und entfalten. „Kunst entdecken, erleben und verstehen, das ist der Grundgedanke der Kunst-AG“, erklärt Susanne Bartz. Wer jetzt an ein paar Kinder denkt, die ein wenig herumklecksen, hat weit gefehlt: In dem, was den Kindern vermittelt wird, hat die AG durchaus auch einen Anspruch. Jeweils für ein halbes Jahr befassen sich die Schüler mit Künstlern wie Miró und Picasso oder gehen einer Kunstrichtung nach. Dabei werden die Künstler den Kindern anschaulich näher gebracht. Bei Picasso standen z.B. die Einlinienzeichnungen im Mittelpunkt. Die Kinder haben die äußeren Merkmale der Tiere besprochen, dann Tiere mit einem Faden gelegt oder aus einem Draht gebogen. Im Museum haben sie ein großes Mammut für eine Höhlenmalerei abgezeichnet und mit Langzeitfotografien experimentiert. „So sollten die Kinder ein Gefühl für Linien und deren Umsetzung erhalten“, erklärt die Art Direktorin einer Werbeagentur. In der AG können die Kinder frei experimentieren. „Im Gegensatz zum Unterricht wird bei uns nichts bewertet, das gilt sowohl für die Werke der anderen, als auch für die eigenen“, sagt Susanne Bartz.
„Der wertfreie Raum ist für die Entwicklung der Kinder wichtig“, sagt Schulleiterin Ranga Hoffmann. Die Kinder würden gestärkt und könnten ihre Erfahrungen auf die anderen Fächer übertragen, so Hoffmann.
Das Konzept für dieses Schuljahr sieht das Thema „Das Alphabet“ vor. Die Kinder werden u.a. mit den Kunstformen Collage und Fotografie arbeiten. In dem sie z.B. Bilder aus Buchstabennudeln kleben oder ihre Kraftworte malen, erhalten sie einen neuen Zugang zu den Buchstaben. Mit einer großen Mitmach-Ausstellung im Sommer 2018 wird das Projekt abgeschlossen.