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Was wächst denn da auf den Feldern?

Ein gelbe Pracht im Herbst, aber hier blüht kein Raps
mi. Landkreis. Wer derzeit durch den Landkreis Harburg fährt, kann auf den Feldern einiges entdecken. Für einen farbenfrohen Herbst sorgen in diesem Jahr nicht nur die Bäume, sondern auf so manchem Acker erstrahlt ein gelbes Blütenmeer, das an die Rapsfelder im Mai erinnert. Doch welche Feldfrucht blüht so spät im Jahr und wofür wird sie angebaut? Es ist doch nicht etwa Raps? Oder sorgt der Klimawandel für eine zweite Ernte des Ölgewächses?
Des Rätsels Lösung weiß Anneken Kruse von der Landwirtschaftskammer in Buchholz. Demnach handelt es sich bei den gelb blühenden Pflanzen um sogenannten „Gelbsenf“, der nicht geerntet, sondern als „Zwischenfrucht“ zur Verbesserung des Bodens untergepflügt wird. Wegen des milden Herbstes seien die Pflanzen in diesem Jahr zur Blüte gekommen.
Ein weiteres Agrar-Rätsel gibt derzeit ein Feld zwischen den Ortschaften Fliegenberg und Stelle in der Gemeinde Stelle im Landkreis Harburg auf. Dort hat ein Landwirt einen ganzen Acker mit einer Art Gestrüpp, das an kleine Bäume erinnert, bepflanzt. Bei der Landwirtschaftskammer geht man davon aus, dass dort für eine Kurzumtriebsplantage (KUP) Pappeln angepflanzt wurden. Anneken Kruse erklärt dazu: „In einer KUP werden schnell wachsende Bäume, hier Pappeln, angepflanzt, mit dem Ziel, nachwachsende Rohstoffe zu produzieren. Die Pflanzen werden später geerntet und dann geschreddert, um damit zum Beispiel Hackschnitzelheizungen mit Brennstoff zu versorgen.