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„Wasser - ohne läuft nichts!“ / Ausstellung am Kiekeberg widmet sich Geschichte und Schutz unseres wichtigsten Lebensmittels

Trinkwasser kommt heute aus jedem Wasserhahn - keine Selbstverständlichkeit
mi. Rosengarten.

Obwohl Wasser unser wichtigstes Lebensmittel ist, gehen wir nicht immer so damit um. Das Grundwasser auch bei uns in der Region ist mittlerweile vielfältigen Gefährdungen ausgesetzt. Die Wichtigkeit des Wasser ist jetzt Thema der Sonderausstellung „Wasser - ohne läuft nichts!“, die am vergangenen Freitag im Freilichtmuseum am Kiekeberg eröffnet wurde. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Wasserbeschaffungsverband Harburg. Sie thematisiert die Entwicklung der Wasserversorgung von den Anfängen, als Wasser noch mit mit Handbrunnen und Pumpen gefördert wurde, bis zum modernen Leitungsnetz der Gegenwart.

Ein großer Teil der Ausstellung widmet sich dem Wasserschutz. Ein Thema, das auch in der Region immer wichtiger wird.
Hintergrund: Rund 60 Prozent der niedersächsischen Grundwasserkörper sind aktuellen Studien zur Folge mittlerweile mit Nitrat belastet. Auch im Landkreis Harburg muss das Grundwasser aus immer tieferen Schichten geholt werden, weil die oberen Grundwasserleiter vielfach belastet sind. Die Ursache ist neben natürlicher Versalzung vor allem die übermäßige Düngung der Felder mit Gülle.
In ihrer Eröffnungsrede betonte deswegen auch die stellvertretende Landrätin Anette Randt die Wichtigkeit des Wasserschutzes für die Region. Dass der Schutz des Wassers ein aktuelles gesellschaftliches Thema sei, zeige sich nicht zuletzt in den Debatten um die Förderung von Heidewasser durch die Stadt Hamburg oder die Angst vor Grundwasserverschmutzung durch das umstrittene Fracking. „Wasser ist gestern wie heute überlebenswichtig, auch für die Landwirtschaft“, sagte Stiftungsrats-Vorsitzende Heike Meyer. Die Ausstellung zeige aber darüber hinaus das ambivalente Verhältnis von Wasser und Landwirtschaft. Gerade früher nahmen Bauer Wasser demnach nicht nur als Lebensspender, sondern auch als Bedrohung wahr. Unwetter oder Überschwemmungen sorgten für Missernten und Hunger.