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Zwischenruf: Politikum Schulbesuch

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich dazu entschlossen, ihren Sohn auf eine private Schule zu schicken. Seitdem dies bekannt wurde, wird die SPD-Politikerin von allen Seiten kritisiert. Von „mangelndem Vertrauen in das öffentliche Schulsystem“ ist die Rede.
Aber ist es für ihre Arbeit wichtig, welche Schule ihr Sohn besucht? Natürlich sollten Politiker mit gutem Beispiel vorangehen. Aber inwieweit soll sich das auf ihre Familien erstrecken? Soll Schwesig ihre Kinder auf eine weiter entfernte Schule, vielleicht extra in einem sozialen Brennpunkt, schicken, um ihre Volksverbundenheit und ihren Glauben ans Schulsystem unter Beweis zu stellen? Müssen die Kinder von Verteidigungsministerin von der Leyen sich freiwillig für den Wehrdienst melden? Macht Landwirtschaftsminister Christian Schmidt sich unglaubwürdig, wenn seine Familie beim Einkaufen im Discounter erwischt wird?
Kurz vor der Wahl sollte der Fokus lieber auf der geleisteten Arbeit als auf den Familienangelegenheiten liegen.

Anke Settekorn