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Abwesserentsorgung in Langenrehm: Entscheidung wurde vertagt

as. Langenrehm. Kleinkläranlage oder Kanalanschluss, diese Frage spaltet derzeit die Bewohner der Siedlung Hamboken/Am Gannaberg in Langenrehm. Das zeigte sich auch in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses der Gemeinde Rosengarten, an der rund 50 Anwohner der Siedlung teilnahmen. Während die einen wegen ihrer defekten Sammelkläranlage dringend auf den Kanalanschluss angewiesen sind, fürchten andere Anwohner die hohen Kosten für den Anschluss. Bereits im Februar hat der Umweltausschuss über das Thema beraten, jetzt wurde die Entscheidung von Ortsrat und Ausschuss einstimmig erneut vertagt. Eine Umfrage unter den Anwohnern soll zuerst Klarheit darüber bringen, was vor Ort gewünscht ist.
Drei Varianten für die Abwasserentsorgung wurden in der Sitzung vorgestellt. Variante A sieht einen Anschluss der Anwohner der Gemeinschaftsanlage und der Anrainer der Straße "Am Hamboken" vor, die sich bei einer Umfrage im vergangenen Jahr mehrheitlich für einen zentralen Anschluss ausgesprochen hatten. In Variante B soll die ganze Siedlung schrittweise an die zentrale Schmutzwasserversorgung angeschlossen werden. Nicht in der Sitzungsvorlage enthalten war eine dritte Variante, eine Art Kompromiss, die der Landkreis Harburg jetzt präsentierte. In dieser Variante C wird der Großteil der Häuser an den Straßen Am Hamboken, Diekkoppel, Finkshagen und ein Teil der Häuser Am Gannaberg an den Abwasserkanal angeschlossen, ausgenommen sind Häuser im Bereich Talweg, deren Besitzer sich bei einer Umfrage im vergangenen Jahr mehrheitlich gegen eine zentrale Abwasserentsorgung ausgesprochen hatten. "Das hat allerdings auch zur Folge, dass die Besitzer, sollten sie zukünftig den Wunsch nach einem Anschluss an die zentrale Abwasserentsorgung haben, die Kosten für die Leitung und den Anschluss dann selbst bezahlen müssen", betonte Bürgermeister Dirk Seidler.
Noch in dieser Woche will die Gemeinde ein Schreiben an die Anwohner der Siedlung schicken, in dem die drei Varianten dargestellt werden. Spätestens bis zum Ende des Monats sollen die Anwohner darüber abstimmen. Das Ergebnis fließt dann in die Beratungen des Fachgremiums mit ein. "Die Entscheidung, welche Variante umgesetzt wird, fällt der Gemeinderat. Es muss eine Entscheidung sein, die in Zukunft Bestand hat - wir müssen uns bewusst machen, ob es sinnvoll ist, gleich eine Variante zu wählen, die in Zukunft Anschlüsse verwehrt", sagte Anke Grabe (CDU).
"Dass es jetzt drei Varianten zur Wahl gibt, über die die Anwohner der Siedlung abstimmen können, ist gut, allerdings hätten wir uns das schon zu einem früheren Zeitpunkt gewünscht", sagte Ulf Böttcher von der Interessengemeinschaft Kleinkläranlagen Langenrehm nach der Sitzung. "Jetzt müssen wir das Ergebnis abwarten und schauen, was der Ausschuss daraus macht."