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Ärger um Wildpark-Parkplätze

Auf diesen Flächen könnte der Ausweichparkplatz entstehen. (Foto: msr)
 
Parken hier bald Autos?

Ortsrat Ehestorf-Alvesen wirft Arbeitsgruppe mangelnde Rücksichtnahme auf Anwohner vor

as. Ehestorf/Vahrendorf. Die Pläne des Wildparks, zusätzliche Parkplätze im Landschaftsschutzgebiet zu schaffen (das WOCHENBLATT berichtete), beschäftigen weiterhin die Gemüter der Gemeinde Rosengarten. Nun ist der Wildpark Thema der öffentlichen Sitzung des Ortsrates Ehestorf-Alvesen, die am Mittwoch, 25. November, um 20 Uhr im Gasthaus Kiekeberg statt findet.
Die als Landschaftsschutzfläche ausgewiesenen Grundstücke zwischen den Straßen „Am Wildpark“ und „Ehestorfer Heideweg“, wurden zu Hochzeiten bereits als Ausweichparkplätze genutzt. Dass die derzeitigen Parkplätze nicht ausreichen, ist klar. Uneins sind sich die Beteiligten darüber, wo neue Parkplätze für den Wildpark entstehen sollen.
Hintergrund: Der Wildpark hat mehrere Grundstücke zwischen den Straßen „Am Wildpark“ und „Ehestorfer Heideweg“ erworben, von denen drei für eine Erweiterung des Parkplatzes um bis zu 920 Plätze genutzt werden sollen.
In einer Arbeitsgruppe mit dem Geschäftsführer des Wildparks, Arne Vaubel, den Ortsbürgermeistern von Ehestorf-Alvesen und Vahrendorf, dem Bürgermeister Dirk Seidler und seinem Vertreter Carsten Peters sollte unter Hinzuziehung des Verkehrsplaners Dietrich Stempel (VTT Planungsbüro) an einer für alle Beteiligten akzeptable Lösung gearbeitet werden. Die derzeitigen Entwürfe sehen eine Nutzung der dem Wildpark gegenüberliegenden Flächen als Ausweichparkplatz an. „Die jetzige Parksituation ist miserabel. Zumindest für die Zeiten, wenn großer Andrang herrscht, muss es eine Lösung geben. Das betrifft aber nur zehn bis 15 Tage im Jahr“, so Dirk Seidler.
„Die Realität sieht doch anders aus“, widerspricht der Ehestorfer Ortsbürgermeister Klaus Meyer-Greve. In der Saison herrsche dort jedes Wochenende ebenso wie in den Ferien ein großer Andrang, so Meyer-Greve, das beträfe deutlich mehr als 15 von 365 Tagen.
Er fühlt sich von den anderen Mitgliedern der Arbeitsgruppe nun im Stich gelassen. „Ich bin hier der einzige, der sich für das Freihalten der Landschaftsschutzfläche einsetzt“, sagt Meyer-Greve. Sein Vorschlag, die Parkplätze nach außerhalb des Ortes zu verlagern, sei abgelehnt worden, ebenso wie eine Optimierung und Verdichtung der bestehenden Parkplätze. „Der Verkehrsplaner argumentiert mit dem ‚Wohlfühlempfinden‘ der Parkplatzbesucher. Eine Frechheit hoch drei! Was ist denn mit dem ‚Wohlfühlempfinden‘ der Anlieger“, empört sich Meyer-Greve. Er befürchtet, dass die Fläche, die von einem kleinen Wanderweg durchzogen wird und von den Anliegern gern zum Spazierengehen genutzt wird, bald dauerhaft als Parkplatz genutzt wird.
Ein weiteres Thema, das mit den Ausweichparkplätzen einher geht, ist der An- und Abreiseverkehr zum Wildpark. Die Anwohner fühlen sich durch den Verkehr über Gebühr belastet. Derzeit fasst der Parkplatz des Wildparks 1.450 Autos. Bisher standen auf den kurzfristig zum Ausweichen genutzten Parkplätzen bis zu 500 zusätzliche Fahrzeuge. In den Hochphasen stieße der Verkehr schon jetzt an seine Grenzen, so Meyer-Greve. Besonders auf dem Rückweg der Wildparkbesucher sei es an der Kreuzung am Sandberg/Harburger Straße schon zu Rückstaus von bis zu 400 Metern gekommen. Es sei fraglich, so Meyer-Greve, ob die Verkehrsmenge der angestrebten zusätzlichen 920 Parkplätze überhaupt zu bewältigen sei. In der Hochphase würden dann an einem Tag über 2.300 Autos durch Ehestorf hin- und durch Vahrendorf zurück fahren. Die Überplanung der Zu- und Abfahrt zum Wildpark steht ebenfalls auf der Tagesordnung des Ortsrates.
Auf die Initiative Klaus Meyer-Greves hin wird der Vorschlag, die bestehenden Parkplätze zu verdichten und nur die kleinere der beiden Flächen zum Parken zu nutzen, erneut vom Verkehrsplaner geprüft. Mit der Sitzung des Ortsrates will sich Meyer-Greve nun den Rückhalt der Bevölkerung für sein weiteres Vorgehen holen.