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Busse gegen Bahnhofsparker / Neue Nahverkehrsverbindung nach Klecken im Gespräch

mi. Rosengarten/Bendestorf.

Gibt es bald eine neue Busverbindung zum Bahnhof Klecken? Im Umweltausschuss der Gemeinde Rosengarten wurden jetzt die Weichen gestellt für Verhandlungen mit der Gemeinde Bendestorf und der Stadt Buchholz über die Finanzierung einer Buslinie der KVG. Ad acta legte die Politik dagegen die Pläne, zwischen Bendestorf und dem Bahnhof ein Linientaxi einzurichten. Die angedachte Buslinie soll die Orte Bendestorf, Buchholz und den Bahnhof Klecken verbinden. Geschlossen gegen das Projekt sprach sich die CDU aus.

Ratsherr Michael Schnelle (Linke) hatte schon vor geraumer Zeit angeregt, eine Nahverkehrsanbindung zwischen Bendestorf und dem Bahnhof Klecken zu schaffen. Ziel sollte sein, die Parkplatzsituation am völlig überlaufenden P+R-Platz in Rosengarten zu verbessern und so den Neubau weiterer Parkflächen am Bahnhof überflüssig zu machen. Weil der Landkreis eine Buslinie für nicht machbar hielt, hatte Schnelle die Einrichtung eines Linientaxis angeregt. Mittlerweile ist der Bau eines neuen Parkplatzes beschlossene Sache. Jetzt die Überraschung: Es sieht alles danach aus, als ob Schnelles ursprüngliche Idee einer Busverbindung doch noch Wirklichkeit werden könnte.
Hintergrund: Im Auftrag der Verwaltung hatte der Landkreis Harburg verschiedene Konzepte erarbeitet. Ein Linientaxi war demnach Rosengarten und Bendestorf mit rund 50.000 Euro pro Jahr schlicht zu teuer. In einem informellen Gespräch einigten sich Rosengartens Bürgermeister Dirk Seidler und sein Bendestorfer Amtskollege Hans-Peter Brink daher darauf, die Einrichtung einer Buslinie durch den Landkreis zu unterstützen. Dazu soll die Stadt Buchholz mit ins Boot geholt werden. Im Umweltausschuss stellte Bürgermeister Dirk Seidler die Vorteile dar: Die Kosten von rund 170.000 Euro würde zu 60 Prozent der Landkreis Harburg tragen. Rosengarten könnte sich laut Seidler mit zehn Prozent (7.000 Euro) an den verbleibenden Aufwendungen (70.000 Euro) beteiligen. Den Rest der Summe müssten sich Buchholz und Bendestorf teilen.
In einem nächsten Schritt werde es Gespräche zwischen der Gemeinde Bendestorf und der Stadt Buchholz geben.
Der Vorschlag aus der Verwaltung überzeugte SPD und Grüne, die in einer Kampfabstimmung gegen die CDU durchsetzten, dass Bürgermeister Dirk Seidler mit Buchholz und Bendestorf offiziell verhandeln darf. Die maximale Kostenbeteiligung der Gemeinde wurde dabei auf die genannten 7.000 Euro gedeckelt. In der vorausgegangenen Debatte hatte Maximilian Leroux (CDU) stark bezweifelt, dass Rosengarten von der neuen Linie profitiere werde. Wäre es nach den Christdemokraten gegangen, so hätte die Gemeinde, bevor sie eine finanzielle Beteiligung anbietet, zunächst die Gespräche zwischen Buchholz und Bendestorf abgewartet. Dazu Klaus Meyer-Greve (SPD): „Manchmal muss man auch mal ein Zeichen setzen und vorneweg gehen, Herr Leroux!“
Nicht völlig zufrieden mit dem Vorschlag ist Linken-Ratsherr Michael Schnelle. Seine Kritik: Die jetzt vorgesehene Linienführung (siehe unten) schließe Neu Eckel, die Rosengarten Sporthalle und die Hainbuchensiedlung aus. Schnelle: „Werden diese Haltestellen berücksichtigt, dann hat auch Rosengarten mehr von der neuen Buslinie.“
Ob die Busverbindung tatsächlich realisiert wird, hängt jetzt im Wesentlichen davon ab, ob sich die Stadt Buchholz finanziell beteiligt und der Landkreis wirklich 60 Prozent der Gesamtkosten trägt. Bei der momentanen Haushaltssituation im Kreis ist das zumindest fraglich.

So könnte die neue Bus-Strecke aussehen

Start der angedachten Buslinie ist der ZOB in Buchholz (Lindenstraße). Von dort werden die Haltestellen Bendestorfer Straße, Hallenbad und Kleckerweg angefahren. In Bendestorf stoppt der Bus am Bendestorfer Waldfriedenweg, der Poststraße, der Posttwiete, dem Freibad und Bardal. Dann geht die Fahrt nach Klecken zu den Haltestellen Klecken Am Walde, Am Teich, Grundschule. Letzte Haltestelle ist der Bahnhof Klecken. Von dort fährt der Bus dann in umgekehrter Reihenfolge zurück.