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Ehestorf: „Hohlredder“ wird ausgebaut

Viel Durchgangsverkehr für eine schmale Straße: der ausbaubedürftige Hohlredder

Straße in Ehestorf wird während der Bauzeit für Durchgangsverkehr gesperrt


ab. Ehestorf. ab. Ehestorf. Für den Ausbau der Straße „Hohlredder“ in Ehestorf sprachen sich kürzlich die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde Rosengarten aus. Im von Anliegern des Hohlredders gut besuchten Vortragssaal des Freilichtmuseums am Kiekeberg stellte Ingenieur Hindrick Stüvel gemeinsam mit Bauleiter Gerrit Hellmers die aktuellen Ausbauplanungen vor.

Lange Gesichter gab es, als Stüvel auf den finanziellen Aufwand zu sprechen kam - für den Ausbau muss die Gemeinde tief in die Tasche greifen: Die bereits im Jahr 2013 bekannt gegebenen Kosten für das Vorhaben sind gestiegen. Lagen diese vor drei Jahren noch bei rund 315.000 Euro, werden sie jetzt mit mindestens 346.000 Euro zu Buche schlagen. Stüvel begründete, dass es sich um eine innerhalb von drei Jahren übliche Kostensteigerung um zehn Prozent handele. Das Vorhaben wurde damals noch nicht umgesetzt, weil vor dem Ausbau des Hohlredder andere Straßen priorisiert werden mussten.

Anhand von Fotos belegte der Experte den mangelhaften Zustand der Straße, die durch den starken Durchgangsverkehr in den vergangenen Jahren strapaziert wurde. Aufgrund seines schlechten Unterbaus reiche eine einfache Sanierung nicht mehr aus, so Stüvel. Durch das nur oberflächlich abfließende Wasser seien viele Risse entstanden, es müsste eine zusätzliche Entwässerung geschaffen und das Wasser von der West- auf die Ostseite geleitet werden. „Am System selbst werden wir aber nichts ändern“, gab Stüvel bekannt. „Wir werden alles ein bisschen hübscher machen.“

Die Bauzeit wird aufgrund der 800 Meter langen Strecke von der Straße „Rehwechsel“ bis zur Kreisstraße Emmetal mindestens zwei Monate betragen, was die Anlieger stark einschränkt. Dazu stellte der Experte Publikum und Ausschuss zwei mögliche Bauverläufe vor: Entweder könne der Hohlredder während der Bauphase für zwei Monate komplett gesperrt oder die Strecke in drei Abschnitte unterteilt werden. Vorteil: Die Anwohner könnten innerhalb eines Drittels der Gesamtbauzeit ihr Grundstück nicht erreichen. Nachteile: Die Bauzeit verlängert sich dadurch um einen Monat und die Kosten erhöhen sich um 15.000 bis 20.000 Euro. Der Ausschussvorsitzende Jürgen Grützmacher (CDU) forderte die Anwesenden auf, sich dazu zu äußern. Sie sprachen sich für die dreimonatige Bauphase aus und konnten die Mitglieder des Bauausschusses mit ihren Argumenten überzeugen.

Ab 1. September wird der Hohlredder, der außer von den Anliegern auch von Besuchern aus dem Umland, die zum Freilichtmuseum oder dem Wildpark Schwarze Berge möchten, reichlich genutzt wird, für den Durchgangsverkehr gesperrt.
Die Verwaltung hatte für das Projekt bereits grünes Licht gegeben, demnächst befassen sich die Ratsmitglieder mit dem Thema.